Wer eine Mietimmobilie sucht, fragt sich oft, welches Gebäudealter als Maßstab sinnvoll ist. Das Baualter ist ein wichtiger Indikator, der direkt mit der Modernität der Ausstattung, der Erdbebensicherheit und der Miethöhe zusammenhängt. In diesem Beitrag erläutern wir, welches Baualter je nach Priorität als Orientierung geeignet ist.
Wie wird das Baualter definiert?
Das Baualter bezeichnet die Zeit, die seit der Fertigstellung eines Gebäudes vergangen ist. Als Neubau gilt eine Immobilie, die seit weniger als einem Jahr fertiggestellt ist und noch keinen Bewohner hatte. Als relativ neu gelten in der Regel Objekte mit bis zu 5 Jahren, während ältere Objekte häufig Immobilien mit etwa 10 bis 30 Jahren Baualter bezeichnen.
Welches Baualter ist je nach Bedingung ein sinnvoller Richtwert?
Wenn die Innenausstattung wichtig ist: innerhalb von 10 Jahren
Sie können Ausstattungen erwarten, die fast dem Neubaustandard entsprechen, etwa IH-Kochfelder, automatische Türschlösser, Gegensprechanlagen mit Monitor oder Paketboxen. Wenn Ihnen die Ausstattung weniger wichtig ist, können auch 15 bis 20 Jahre alte Objekte völlig ausreichen.
Wenn Erdbebensicherheit wichtig ist: innerhalb von 21 Jahren
Durch die Novelle des Baugesetzes im Juni 2000 wurden die Erdbebenstandards für Holzhäuser deutlich verschärft. Wenn Sie eine Immobilie wählen möchten, die diese Standards erfüllt, gilt derzeit ein Baualter von bis zu 21 Jahren als Richtwert.
Wenn Sie die Nutzungsdauer berücksichtigen: maximal 45 Jahre
Die gesetzliche Nutzungsdauer von RC-Wohnanlagen beträgt 47 Jahre. Daher sollten Sie Ihre geplante Wohnzeit davon abziehen. Bei Holzapartments gelten Gebäude mit bis zu 30 Jahren als Richtwert.
Wenn eine günstige Miete Vorrang hat: nicht zu stark auf das Baualter festlegen
Bei bereits renovierten Objekten lassen sich auch unter älteren Immobilien Wohnungen finden, die innen so gepflegt wirken wie ein Neubau.
Welche Punkte sollten Sie bei der Auswahl einer Mietimmobilie prüfen?
- Ob bereits renoviert wurde:Auch bei älteren Immobilien gibt es viele Wohnungen mit modernem Innenraum
- Reparatur- und Verwaltungssystem:Prüfen Sie den Zustand der Verwaltung und Instandhaltung der Ausstattung
- Bodenbeschaffenheit des Grundstücks:Die Stabilität des Bodens wirkt sich direkt auf das Schadensausmaß bei Erdbeben aus
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q. Kann man auch in einer älteren Immobilie sicher wohnen?
Wenn sie angemessen verwaltet und instand gehalten wird, ist das grundsätzlich kein Problem. Prüfen Sie vor dem Einzug die Reparaturhistorie und das Verwaltungssystem.
Q. Worin liegt der Unterschied zwischen den neuen und den alten Erdbebenstandards?
Die neuen Erdbebenstandards, die seit Juni 1981 gelten, schreiben vor, dass Gebäude selbst bei Erdbeben der japanischen Stärke 6+ bis etwa 7 nicht einstürzen dürfen.
Q. Welche Vorteile haben Immobilien mit höherem Baualter?
Der größte Vorteil liegt in der niedrigeren Miete und darin, dass sich leichter Immobilien in guten Lagen finden lassen.