Beleuchtungskörper beeinflussen die Atmosphäre eines Raums, seine Helligkeit und die Energieeffizienz erheblich. Aufgrund der vielen Varianten sind viele Menschen unsicher, welche Lösung sie wählen sollen. In diesem Beitrag erläutern wir Arten von Beleuchtung, Unterschiede bei Lichtquellen, Auswahlkriterien und Montageschritte verständlich und praxisnah.
Welche Arten von Beleuchtung gibt es?
Direkte Beleuchtung (für gleichmäßige Grundhelligkeit)
- Pendelleuchte:Eine Leuchte, die von der Decke abgehängt wird. Sie erzeugt klare Schatten und bietet einen hohen dekorativen Wert. Da ihr Lichtbereich begrenzt ist, wird sie häufig mit zusätzlicher Beleuchtung kombiniert.
- Deckenleuchte:Wird direkt an der Decke montiert. Sie wirkt nicht beengend und beleuchtet den gesamten Raum gleichmäßig. Modelle mit Dimm- und Farbwechselfunktion sind heute Standard.
- Downlight:Eine in die Decke eingelassene Leuchte. Sie sorgt für ein aufgeräumteres Erscheinungsbild ohne drückende Wirkung. Beachten Sie jedoch, dass bei manchen Modellen beim Lampenwechsel die gesamte Leuchte ersetzt werden muss.
- Kronleuchter:Eine Leuchte mit stark dekorativer Ausrichtung. Auch bei den Materialien gibt es eine große Auswahl, etwa Messing, Eisen oder Kristall.
- Stromschiene:Ein Schienensystem, an dem mehrere Leuchten befestigt werden können. Damit lassen sich auch Leuchten einfacher montieren, die sonst schwer anzubringen wären, und der Gestaltungsspielraum im Interieur steigt deutlich.
Indirekte Beleuchtung (für Atmosphäre und Ergänzung)
- Spotlight:Zur gezielten Ausleuchtung einzelner Bereiche. Es wird etwa auf Bilder, Produkte oder Arbeitsflächen gerichtet. Besonders gut passt es zu Stromschienen.
- Fußlicht:Beleuchtung im Bodenbereich. Sie ist wirksam, um Stürze in Fluren und auf Treppen zu vermeiden. Es gibt auch Varianten mit Bewegungsmelder oder integriertem Akku.
- Wandleuchte:Ein an der Wand montierter Leuchtentyp. Im Vergleich zu einer Stehleuchte spart er Platz und eignet sich gut als ergänzende Beleuchtung.
- Standleuchte:Eine freistehende Leuchte für Boden oder Tisch. Sie lässt sich leicht versetzen und eignet sich gut für eine Einrichtung mit internationalem Wohnstil.
- Außenleuchte:Für den Einsatz im Freien. Dank Wasserschutz kann sie am Eingang oder im Garten installiert werden.
Worin unterscheiden sich die Lichtquellen und ihre Eigenschaften?
- Glühlampe:Sie schaltet schnell ein und ist günstig, hat aber mit etwa 1.000 Stunden eine kurze Lebensdauer und einen hohen Stromverbrauch. Ihre Nutzung nimmt heute ab.
- Leuchtstofflampe:Sie ist langlebig (6.000 bis 25.000 Stunden) und weist eine gute Lichtausbeute auf. Nachteile sind der Einsatz von Quecksilber und mögliches Flimmern.
- HID-Lampe:Sie bietet eine hohe Lichtstärke und eignet sich für große Räume. Bis zum stabilen Betrieb nach dem Einschalten vergehen einige Minuten.
- LED:Mit einer Lebensdauer von rund 40.000 Stunden ist sie energiesparend und lässt sich leicht dimmen sowie in der Lichtfarbe anpassen. Die Anfangskosten sind etwas höher, aber die Gesamtkosten sind am niedrigsten.
- OLED:Sie bietet flächiges Licht, ein geringes Gewicht und Biegsamkeit. Die Kosten sind hoch, doch für die weitere Verbreitung bestehen gute Erwartungen.
Worauf sollte man bei der Auswahl von Beleuchtung achten?
Ein wichtiger Kennwert bei der Auswahl von Beleuchtungskörpern ist lm/W (Lumen pro Watt). Er zeigt, wie viel Helligkeit (Lumen) mit einem Watt Stromverbrauch erzeugt werden kann. Je höher der Wert, desto heller und energieeffizienter ist die Beleuchtung. Beispielsweise ist eine Leuchte mit 150lm/W bei gleichem Stromverbrauch nahezu doppelt so hell wie eine mit 80lm/W.
Wie werden Beleuchtungskörper montiert?
Der Austausch einer Deckenleuchte erfolgt in den folgenden Schritten.
- Deckenanschluss prüfen (zum Beispiel Haken-Deckenanschluss oder Rosette)
- Gewicht der Deckenleuchte prüfen (Traglast: 5 kg beim Deckenanschluss, 10 kg bei der Rosette)
- Deckenform prüfen (bei Rasterdecken oder schrägen Decken ist eine Montage unter Umständen nicht möglich)
- Strom ausschalten
- Vorhandene Leuchte abnehmen und aufbewahren (da sie Eigentum des Vermieters ist, darf sie nicht entsorgt werden)
- Adapter montieren, indem er bis zum Anschlag in den Stecker eingesetzt wird
- Funktionsprüfung durchführen
Bei Ausführungen, bei denen die Leitungen direkt aus der Decke kommen (Direktanschluss), ist eine Qualifikation als Elektrofachkraft erforderlich. Da Arbeiten ohne entsprechende Qualifikation gesetzlich unzulässig sind, sollten Sie ein Fachunternehmen beauftragen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Q. Kann man Beleuchtungskörper auch in Mietwohnungen austauschen?
- A. Wenn ein Deckenanschluss wie ein Hakenanschluss vorhanden ist, können Sie den Austausch selbst vornehmen. Bewahren Sie die abgenommene Originalleuchte auf und stellen Sie beim Auszug den ursprünglichen Zustand wieder her.
- Q. Wie stark sinken die Stromkosten beim Wechsel auf LED?
- A. Beim Wechsel von Glühlampen sinkt der Stromverbrauch auf etwa 1/8 bis 1/10, sodass mit einer deutlichen Reduzierung der Stromkosten zu rechnen ist.
- Q. Welche Beleuchtungskörper sind dimmbar?
- A. Bei Deckenleuchten und Downlights gibt es viele Modelle mit Dimmfunktion, bei denen sich die Helligkeit per Smartphone oder Fernbedienung anpassen lässt. Auch bei LED-Beleuchtung insgesamt nimmt die Zahl kompatibler Varianten zu.
- Q. Gibt es Richtwerte für die benötigte Lumen-Zahl je nach Raumgröße?
- A. Allgemein gelten 400 bis 500 lm pro Tatami als Richtwert. Für einen Raum mit 8 Tatami sind daher Leuchten mit etwa 3.200 bis 4.000 lm geeignet.