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COLUMN

Küchen-Makeover mit 100-Yen-Artikeln: DIY-Ideen, die auch in der Mietwohnung sicher sind

Küchen-DIY mit Remake-Folie und Malerkrepp aus dem japanischen 100-Yen-Shop – erklärt für DACH-Leser: rückstandsfreie Klebetechnik für Mietwohnungen, Kostenrichtwerte in Euro und die wichtigsten Kniffe für ein sauberes Ergebnis.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 7 Min. Lesezeit

Die Küche ist der Raum, in dem sich der Alltag am deutlichsten abzeichnet – zwischen Fettspritzern, Gewürzregalen und Küchengeräten. Entsprechend viele Menschen wünschen sich hier ein stilvolleres Ambiente. Eine echte Renovierung kostet jedoch viel Geld und Zeit, und in Mietwohnungen sind bauliche Eingriffe oft von vornherein ausgeschlossen. Genau deshalb erlebt in Japan das „Puchi-DIY“ (プチDIY, wörtlich „Mini-Heimwerken“) mit Artikeln aus dem 100-Yen-Shop einen anhaltenden Boom. Für Leserinnen und Leser im deutschsprachigen Raum (DACH) ist das ein aufschlussreiches Fenster in die japanische Wohnkultur: Wo hierzulande Baumärkte wie Obi oder Hornbach den Heimwerkermarkt prägen, ist in Japan die 100-Yen-Laden-Kette (etwa Daiso oder Seria) zur zentralen DIY-Bezugsquelle geworden – ein flächendeckendes Netz aus Ein-Preis-Geschäften, deren deutsches Pendant am ehesten TEDi oder ein Euroshop wäre.

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen sorgfältig die vielseitigsten Umgestaltungs-Artikel und ihre konkreten Einsatztechniken vor – gemeinsam mit den Kniffen zur Wiederherstellung des Ursprungszustands (原状回復, genjō-kaifuku), sodass auch Mieterinnen und Mieter beruhigt experimentieren können. Wir haben außerdem Richtwerte für die Kosten sowie die wichtigsten Fehlerquellen zusammengestellt. Wer selbst loslegen möchte, findet hier einen belastbaren Leitfaden – mit dem für DACH-Leser wichtigen Zusatz, dass die japanische Rechtslage zur Rückgabe der Wohnung sich in wesentlichen Punkten vom deutschen Mietrecht unterscheidet.

Warum die Küchenumgestaltung mit 100-Yen-Artikeln so beliebt ist

Die Küche wird täglich genutzt und zeigt zugleich schnell Gebrauchsspuren – durch Fett, Gewürze und Elektrogeräte. Eine vollständige Renovierung bringt den Raum dem Ideal näher, doch der Austausch einer kompletten Einbauküche (システムキッチン, shisutemu kicchin, die in Japan übliche vorgefertigte Modulküche) schlägt nicht selten mit mehreren Hunderttausend bis über einer Million Yen zu Buche – also von rund 1.200 € bis über 5.900 € (Umrechnung zu 170 JPY/EUR; 10.000 Yen ≈ 59 €).

Die Umgestaltungs-Artikel aus dem 100-Yen-Shop hingegen belaufen sich beim Materialpreis auf nur einige Hundert bis einige Tausend Yen, also etwa 1 € bis 30 € (ca. 200–5.000 Yen). Gerade die Leichtigkeit des Ansatzes – „erst einmal Hand anlegen und die Atmosphäre verändern“ – macht ihn für DIY-Einsteiger so attraktiv. Auch für Menschen in Mietwohnungen gilt: Wer eine Methode wählt, die sich beim Auszug rückstandslos zurückbauen lässt, kann seinen Wohnraum individuell gestalten und zugleich Konflikte mit dem Vermieter vermeiden. Anders als im deutschsprachigen Raum, wo das Mietrecht Mieterinnen und Mietern über die sogenannten Schönheitsreparaturen und ein starkes Recht auf farbliche Gestaltung während der Mietzeit vergleichsweise viel Spielraum lässt, ist in Japan die Rückgabe im vertragsgemäßen Zustand die Leitlinie – reversible, spurlose Lösungen sind hier deshalb kein Nice-to-have, sondern der eigentliche Kern der Sache.

Der Unterschied zwischen Puchi-DIY und echter Renovierung

Puchi-DIY und eine vollwertige Renovierung unterscheiden sich sowohl im Zweck als auch im Kostengefühl deutlich. Die folgende Tabelle vergleicht beide lediglich als allgemeine Orientierung. Die tatsächlichen Beträge schwanken je nach Region und Ausführung, betrachten Sie sie also nur als Anhaltspunkt – das gilt für Tokio ebenso wie, im übertragenen Sinne, für Preisunterschiede zwischen München und einer ostdeutschen Kleinstadt.

Kriterium100-Yen-Puchi-DIYEchte Renovierung
Kostenrichtwerteinige Hundert bis einige Tausend Yen (ca. 1–30 €)mehrere Hunderttausend bis über eine Million Yen (ca. 1.200 € bis über 5.900 €)
Arbeitszeiteinige Dutzend Minuten bis ein halber Tagmehrere Tage bis mehrere Wochen
Zulässigkeit in Mietwohnungenmöglich, sofern der Ursprungszustand wiederherstellbar istgrundsätzlich nur mit Erlaubnis des Vermieters
Rückgängigmachungeinfachschwierig

Welche 100-Yen-Artikel sind für die Küchenumgestaltung nützlich?

Bevor wir Umsetzungsbeispiele zeigen, stellen wir zunächst fünf Artikel vor, die man kennen sollte. Alle sind bequem erhältlich und ausgesprochen einfach zu handhaben. Damit Sie jederzeit umgestalten können, sobald Ihnen eine störende Stelle auffällt, empfiehlt es sich, gleich etwas mehr davon vorrätig zu haben. Für DACH-Leser als Einordnung: Was in Deutschland an der Klebe- und Folienabteilung eines Baumarkts hängt, findet sich in Japan gebündelt und zum Einheitspreis im 100-Yen-Laden – das senkt die Einstiegshürde erheblich.

Umgestaltungsfolie (Remake-Sheet)

Die Umgestaltungsfolie (リメイクシート, rimeiku shīto, „Remake-Sheet“) ist, wie der Name sagt, eine aufklebbare Folie zum Umgestalten. Ihr Reiz liegt darin, dass man sie einfach auf Wände oder Möbel klebt; seit etwa 2015 hat sie sich als unverzichtbarer DIY-Artikel etabliert. Heute gibt es sie nicht nur im Einrichtungsfachhandel, sondern mit reicher Musterauswahl auch im 100-Yen-Shop. Man kann sie sich als japanische Alltagsvariante der aus deutschen Baumärkten bekannten selbstklebenden Dekorfolie (Marken wie d-c-fix) vorstellen – nur zum Ein-Preis-Tarif und in einer für den DIY-Boom typischen Musterfülle.

Der größte Vorteil: Auch nach dem Anbringen lässt sich der Ursprungszustand vergleichsweise leicht wiederherstellen, indem man die Folie einfach wieder abzieht. Mit Designs in Holzoptik, Fliesenoptik oder Marmoroptik ist die gestalterische Bandbreite groß – ideal als erster Artikel für Einsteiger.

Tapete

Die hier vorgestellte Tapete ist nicht die professionell verarbeitete Variante, sondern ein einfacher Typ für den Heimgebrauch. Wie die Umgestaltungsfolie zieht man das Trägerpapier ab und klebt sie auf, jedoch mit einem Unterschied: Sie kann eine Struktur wie eine Sidingfassade aufweisen oder so geformt sein, dass sie sich gut an Ecken anlegen lässt. Weil das Material robuster ist, hält sie tendenziell länger als die Umgestaltungsfolie. Anders als in vielen deutschsprachigen Haushalten, wo klassisch mit Kleister tapeziert wird, setzen diese DIY-Tapeten auf eine selbstklebende, rückstandsarme Verarbeitung – ein bewusster Kompromiss zugunsten der Wiederherstellbarkeit in der Mietwohnung.

Tafelfolie

Die Tafelfolie ist ein praktischer Artikel, dessen Oberfläche sich mit Kreide beschriften und wieder abwischen lässt. Man kann Einkaufsnotizen oder ein kurzes Wort an die Familie hinterlassen, und allein durch das Aufkleben entsteht eine Café-artige Atmosphäre. Wer sich ein Nachrichtenbrett wünscht, sollte es zunächst einmal mit der Tafelfolie versuchen. Für DACH-Leser: Der Effekt entspricht dem beliebten „Kreidetafel-Look“, den man aus Landhausküchen und Cafés kennt – nur ohne feste Montage und damit ohne bleibende Spuren an der Wand.

Sticker

Der Reiz von Stickern liegt in der Leichtigkeit, mit der man ein Lieblingsmotiv auswählen und aufkleben kann. Man kann eine ganze Wand mit einem Wandtattoo (Wandsticker) gestalten oder einen gewöhnlichen Sticker als einzelnen Akzent setzen – schon das schafft einen durchaus stilvollen Raum. Wer zunächst mit einer kleinen Fläche beginnt, macht weniger Fehler und geht sicherer vor.

Malerkrepp (Masking Tape)

Malerkrepp (マスキングテープ, masukingu tēpu, im DIY-Kontext oft auch dekoratives Washi-Klebeband) ist ein kleiner, aber vielseitiger Artikel. Klebt man es an Gewürzbehälter oder Schrankgriffe, wird es zur Dekoration; mit breitem Malerkrepp für Tapeten lässt sich der Eindruck der Küche sogar kühn verändern. Wie später beschrieben, leistet es als Abklebeschutz in der Mietwohnung hervorragende Dienste. DACH-Leser kennen das Material als Kreppband oder Malerband aus dem Baumarkt – in Japan hat es sich vom reinen Abdeckhilfsmittel zusätzlich zu einem gestalterischen Deko-Element gewandelt.

Übersicht der Eigenschaften nach Artikel

Wenn man auflistet, wofür sich jeder Artikel eignet und wofür nicht, fällt die Auswahl leichter.

ArtikelBevorzugte EinsatzorteWiederherstellbarkeit des Ursprungszustands
UmgestaltungsfolieWand, Türen, Elektrogerätegut
Tapete (einfach)große Wandflächeneher schwierig
TafelfolieTüren, kleine Wandflächengut
StickerEinzelakzentje nach Produkt
MalerkreppGriffe, Kanten, Abklebeschutzsehr gut

Wo wirkt die Umgestaltungsfolie besonders stilvoll?

Wenn die Artikel beisammen sind, kommt es als Nächstes darauf an, wo man sie anbringt. Je nach Fläche und Ort verändert sich der Eindruck erheblich, schauen wir uns also die typischen Umgestaltungspunkte an.

Die Küchenwand

Wer die Küche auf klassische Weise umgestalten möchte, beginnt am besten mit der Wand. Mit einer Folie in Fliesenoptik und einem einzelnen Akzent-Sticker entsteht ein Café-Look, mit Holzoptik eine natürliche Atmosphäre – die Ausdrucksbreite wächst. Weil die Fläche groß ist, kommt zusätzlich die Freude auf, mehrere Artikel miteinander zu kombinieren.

Der Vorratsschrank

In älteren Küchen kann jeder einzelne Vorratsschrank einen Retro-Eindruck ausstrahlen, sodass das Ganze altbacken wirkt. In solchen Fällen ist es wirkungsvoll, mit Umgestaltungsfolie das Muster der Türen zu verändern und an einer Teilfläche eine Tafelfolie anzubringen. Schreibt man den Inhalt auf die Tafel, lassen sich optische Eleganz und praktischer Nutzen zugleich steigern.

Der Kühlschrank

Auch der Kühlschrank ist ein Gerät, an dem schnell Gebrauchsspuren sichtbar werden. Klebt man einfach an die Seitenfläche eine Umgestaltungsfolie, lässt sich der in vielen Haushalten übliche unaufgeräumte Eindruck abmildern. Auch eine Kombination mit Stickern oder Tafelfolie macht etwas her. Achten Sie jedoch darauf, den Bereich der Wärmeabgabe und die Lüftungsschlitze nicht zu verdecken – ein Hinweis, der für Geräte in DACH-Haushalten mit ihren oft engen Einbaunischen mindestens ebenso gilt.

Die Dunstabzugshaube

Auch die Dunstabzugshaube ist ein Punkt, den man nicht übersehen sollte. Wenn sie unstimmig wirkt, sorgt schon das Dekorieren der unteren Kante mit Malerkrepp für einen niedlichen Eindruck. Da sich hier Fett und Hitze leicht stauen, wählen Sie zur Sicherheit hitze- und wasserbeständige Materialien.

Vorbereitung und Klebetechnik gegen Fehlschläge

Wenn man schon umgestaltet, möchte man sauber arbeiten und ein langlebiges Ergebnis. Man übertreibt kaum, wenn man sagt: Der Unterschied im Endresultat entscheidet sich fast vollständig in der Vorbereitung vor dem Aufkleben.

Reinigen und Ausmessen vor dem Aufkleben

Bleiben Fett und Staub zurück, löst sich die Folie sofort wieder. Entfernen Sie den Schmutz mit einem neutralen Reiniger, lassen Sie die Fläche gründlich trocknen und kleben Sie erst dann. Messen Sie außerdem die Klebefläche vorab aus und schneiden Sie die Folie etwas größer zu, um ein Verrutschen an den Ecken zu verhindern.

Klebetechnik ohne Lufteinschlüsse

Ziehen Sie das Trägerpapier von einer Kante her Stück für Stück ab und streichen Sie die Luft mit einem Lineal oder Spachtel heraus – so entstehen kaum Blasen. Sollte doch eine Luftblase zurückbleiben, stechen Sie mit einer Nadel ein kleines Loch hinein, um die Luft entweichen zu lassen; das ergibt ein sauberes Finish. Der Erfolgstrick lautet: nicht hetzen und Kante für Kante vorgehen.

Vorsicht in Nassbereichen und in Herdnähe

Rund um den Herd besteht offene Flamme, halten Sie deshalb leicht entzündliche Folienmaterialien fern. In Bereichen mit Wasserkontakt, etwa rund um die Spüle, wählen Sie wasserbeständiges Material und schützen die Kanten mit Malerkrepp, damit kein Wasser in die Nähte eindringt – das erhöht die Haltbarkeit deutlich.

Die Malerkrepp-Technik – auch in der Mietwohnung sorgenfrei?

Gerade wenn in einer Mietwohnung keine umfangreiche Umgestaltung möglich ist, kommt Malerkrepp zum Zug. Ursprünglich dient Malerkrepp als Abklebeschutz, der beim Streichen und Ähnlichem die Grenzlinien schützt. Nutzt man diese Eigenschaft, wird eine sichere Umgestaltung möglich, die auf die Wiederherstellung des Ursprungszustands ausgelegt ist. Für DACH-Leser ist dieser Punkt zentral: Während in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Rückgabepflichten stark über die Rechtsprechung zu Schönheitsreparaturen und über den Mietvertrag geregelt sind, orientiert sich Japan an behördlichen Leitlinien zum genjō-kaifuku – doch das gemeinsame Ziel, die Bausubstanz spurlos zu bewahren, ist in beiden Rechtskreisen dasselbe.

Der dreischichtige Aufbau zum Schutz des Untergrunds

Das Vorgehen ist simpel. Kleben Sie an die Stelle, an die Umgestaltungsfolie oder Tapete soll, zunächst Malerkrepp als Untergrund. Darüber legen Sie doppelseitiges Klebeband und darauf schließlich die Umgestaltungsfolie – dieser dreischichtige Aufbau sorgt dafür, dass die Folie die Wand nicht direkt berührt. Beim Entfernen lässt sich alles mitsamt dem Malerkrepp abnehmen, sodass die Tapete kaum beschädigt wird und auch keine klebrigen Rückstände zurückbleiben.

Um Konflikte beim Auszug zu vermeiden

Allerdings kann selbst Malerkrepp bei sehr langer Klebedauer Kleberreste auf der Tapete hinterlassen oder abfärben. Es beruhigt, alle paar Monate neu zu kleben oder zuerst an einer unauffälligen Stelle zu testen, bevor man die Fläche ausweitet. Bei Bedenken sollten Sie vor Vertragsabschluss oder vor Arbeitsbeginn die Hausverwaltung um Rat fragen. Zum Grundgedanken der Wiederherstellung des Ursprungszustands bietet die vom japanischen 国土交通省 (Kokudo-kōtsū-shō, Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus, MLIT) herausgegebene Leitlinie „Konflikte und Richtlinien rund um die Wiederherstellung des Ursprungszustands“ eine hilfreiche Orientierung – das japanische Gegenstück zu den in DACH aus Mietrecht und Rechtsprechung abgeleiteten Grundsätzen.

Kostenrichtwerte und was Sie bereithalten sollten

Der Reiz des Puchi-DIY liegt darin, dass man mit geringen Kosten beginnen kann. Nur als Beispiel haben wir Material und Richtwerte für die Umgestaltung einer Küchenecke zusammengestellt. Die Beträge ändern sich je nach Stückzahl und Geschäft, betrachten Sie sie also als Anhaltspunkt.

BereitzuhaltenVerwendungKostenrichtwert
mehrere UmgestaltungsfolienWand, Türen, Elektrogeräteeinige Hundert bis rund tausend Yen (ca. 1–6 €)
MalerkreppAbklebeschutz, Dekorationhundert bis einige Hundert Yen (ca. 0,60–5 €)
doppelseitiges KlebebandFixierung, Vorkehrung zur Wiederherstellunghundert bis einige Hundert Yen (ca. 0,60–5 €)
Cutter, Lineal, SpachtelZuschnitt, Andrückeneinige Hundert Yen (ca. 1–5 €)

Selbst in der Summe lässt sich ab etwa einigen Tausend Yen (ca. 12–30 €) starten. Beginnen Sie deshalb zunächst mit einem kleinen Bereich und weiten Sie ihn nach und nach aus, sobald Sie sich sicherer fühlen. Gerade weil ein Fehlschlag keinen großen Verlust bedeutet, kann man beherzt loslegen – das ist die Stärke des Puchi-DIY. Für DACH-Leser zur Einordnung: Diese Einstiegssumme entspricht in etwa dem, was man hierzulande für zwei, drei Rollen Dekorfolie im Baumarkt zahlt.

Die Perspektive von INA&Associates: Kleine Wagnisse lassen die Bindung an das Zuhause wachsen

Wir, die INA&Associates K.K., stehen als Unternehmen der Immobilienverwaltung im Austausch mit vielen Mieterinnen, Mietern und Vermietern. Aus dieser Erfahrung spüren wir: Schon das Erlebnis, dem eigenen Zuhause eine kleine Veränderung hinzuzufügen, vertieft die Zuneigung zum Wohnen selbst.

Gerade deshalb wünschen wir uns, dass man nicht resigniert, nur weil es sich um eine Mietwohnung handelt, sondern innerhalb eines vernünftigen, auf die Wiederherstellung des Ursprungszustands ausgelegten Rahmens Freude daran findet. Ehrlich gesagt gilt zugleich: Wählt man Klebeweise oder Material falsch, kann daraus beim Auszug eine Kostenbelastung entstehen. Auch die Nachteile korrekt zu benennen, führt nach unserer Überzeugung zu langfristigem Vertrauen. Für DACH-Leser, die japanische Immobilien als Investment erwägen, ist genau diese Kultur der reversiblen, konfliktvermeidenden Wohnpflege ein Signal für die insgesamt hohe Verwaltungs- und Instandhaltungsqualität des japanischen Mietmarktes.

Ohne Angst vor dem Scheitern, aus einem kleinen ersten Schritt heraus etwas wagen. Diese Ansammlung kleiner Schritte lässt einen eigenen, angenehmen Raum heranreifen. Wenn Sie bei der Objektauswahl oder der Mietverwaltung Unterstützung benötigen, werfen Sie gern auch einen Blick in unsere Kolumnen-Übersicht, in der wir fortlaufend Informationen aus der Perspektive des Alltags veröffentlichen.

Zusammenfassung

Diesmal haben wir Techniken zur Küchenumgestaltung vorgestellt, die sich mit Artikeln aus dem 100-Yen-Shop unkompliziert genießen lassen. Von der Umgestaltungsfolie bis zum Malerkrepp handelt es sich durchweg um Artikel, mit denen man bei geringen Kosten beginnen kann – auch wer kein großes Budget für eine Renovierung aufbringen kann, kann sie also entspannt ausprobieren.

Entscheidend ist, die Reinigung und das Ausmessen vor dem Aufkleben sorgfältig durchzuführen und in der Mietwohnung Malerkrepp als Untergrund zu verwenden, um die Wiederherstellung des Ursprungszustands zu berücksichtigen. Beginnen Sie zunächst mit einem kleinen Bereich und haben Sie Freude an der Gestaltung Ihrer ganz eigenen Küche.

Häufig gestellte Fragen

Kann man auch in einer Mietwohnung die Küche umgestalten?

Ja, das ist möglich. Wählt man Methoden, die kaum Spuren hinterlassen – etwa Malerkrepp als Untergrund und darüber die Umgestaltungsfolie –, kann man unter der Prämisse der Wiederherstellung des Ursprungszustands Freude daran haben. Bei Bedenken ist es beruhigend, sich vorab bei der Hausverwaltung zu vergewissern. Für DACH-Mieter als Hinweis: Anders als in Deutschland, wo das Bohren von Löchern und das Streichen der Wände während der Mietzeit meist zulässig ist, empfiehlt sich in Japan der bewusst reversible Weg.

Wie lange hält eine Umgestaltungsfolie aus dem 100-Yen-Shop?

Das hängt von den Einsatzbedingungen ab, doch als allgemeiner Richtwert gelten etwa ein halbes bis ein Jahr. In Nassbereichen und rund um den Herd, wo Wasser und Hitze stark wirken, wählen Sie wasser- und hitzebeständiges Material und kleben rechtzeitig neu, sobald es Schäden zeigt – so bleibt der Zustand sauber.

Welche Stellen eignen sich am besten zum Anbringen einer Umgestaltungsfolie?

Je größer die Fläche – Wandflächen, die Seite des Kühlschranks, Schranktüren –, desto stärker fällt der Effekt der Veränderung aus. Üben Sie zunächst an einer kleinen, unauffälligen Stelle und wagen Sie sich erst nach etwas Erfahrung an große Flächen; so unterlaufen Ihnen weniger Fehler.

Ich sorge mich, dass beim Auszug Kosten in Rechnung gestellt werden. Was soll ich tun?

Damit keine Kleberreste auf der Tapete zurückbleiben, ist die Methode wirksam, Malerkrepp als Untergrund zu verwenden. Wichtig ist außerdem, es nicht über lange Zeit angeklebt zu lassen, sondern regelmäßig zu erneuern, und an einer unauffälligen Stelle zu testen. Für den Umfang der Wiederherstellung des Ursprungszustands bietet die Leitlinie des 国土交通省 (Kokudo-kōtsū-shō, MLIT) eine Orientierung; bei Unsicherheiten empfehlen wir, vor Arbeitsbeginn die Hausverwaltung zu konsultieren.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte