Da wir weniger ausgehen, verbringen wir mehr Zeit zu Hause, wodurch der Lebensrhythmus leicht aus dem Gleichgewicht gerät. Um die Zeit zu Hause gesund und angenehm zu verbringen, ist es wichtig, das Wohnumfeld gut zu gestalten. Wir erläutern vier Perspektiven, aus denen sich Punkte ableiten lassen, die Sie ab heute umsetzen können: Tageslicht, Lüftung, Temperaturunterschiede und Raumgestaltung.
Wie lässt sich natürliches Licht optimal nutzen?
Wenn wir Sonnenlicht aufnehmen, wird im Gehirn „Serotonin“ (das Glückshormon) ausgeschüttet, das zur emotionalen Stabilität und zur Regulierung des vegetativen Nervensystems beiträgt. Die Serotoninausschüttung am Tag fördert die Melatoninausschüttung in der Nacht und unterstützt damit einen guten Schlaf. Da dies durch künstliches Licht nicht vollständig ersetzt werden kann, sollten Sie sich angewöhnen, etwa 15 Minuten pro Tag Sonnenlicht zu tanken, zum Beispiel an einem gut besonnten Fenster oder auf dem Balkon.
Wie schafft man zu Hause eine Luft, bei der man tief durchatmen möchte?
Rund 56 % der Stoffe, die ein Mensch im Laufe seines Lebens aufnimmt, stammen aus der Luft in der eigenen Wohnung. Da Schimmel, Hausstaubmilben und Formaldehyd zu den Schadstoffquellen gehören, steht das Management der Luftqualität in direktem Zusammenhang mit der Gesundheit.
- Wenn Sie zwei diagonal gegenüberliegende Fenster öffnen, lässt sich effizient lüften
- In Zeiten, in denen Pollen und PM2.5 besonders belasten, kann die Installation eines Lüftungssystems sinnvoll sein
- Mit Kalkputz gestrichene Wände hemmen das Wachstum von Schimmel und Bakterien und absorbieren Formaldehyd sowie Gerüche
Warum ist es wichtig, Temperaturunterschiede im Haus zu vermeiden?
Es heißt, dass die Immunabwehr um etwa 30 % sinkt, wenn die Körpertemperatur um 1 Grad fällt. Wenn der Temperaturunterschied zwischen Wohnzimmer und Bad mehr als 10 °C beträgt, steigt das Risiko eines Hitzeschocks mit Herzinfarkt oder Schlaganfall. Erwägen Sie kleine Heizgeräte an leicht auskühlenden Stellen, und bei einer Renovierung sollten Sie eine bessere Wärmedämmung und Luftdichtheit, eine Fußbodenheizung oder eine zentrale Klimatisierung für das gesamte Haus in Betracht ziehen.
Bringen Sie Ihr vegetatives Nervensystem mit einer zweckgerechten Raumgestaltung ins Gleichgewicht
Da Homeoffice heute zunimmt, ist es wichtig, Bereiche für Konzentration und Entspannung voneinander zu trennen. Eine Raumgestaltung, die Licht (Sehen) und Düfte (Riechen) kombiniert, ist wirksam, um das vegetative Nervensystem zu stabilisieren. Für Entspannung eignen sich Lavendel, Hinoki und Zeder, für Konzentration wird Rosmarin empfohlen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Hauptgrund dafür, dass der Lebensrhythmus während der Zeit zu Hause aus dem Gleichgewicht gerät?
Wenn man kein Sonnenlicht bekommt, sinkt die Serotoninausschüttung, wodurch die nächtliche Melatoninausschüttung gestört wird. Die wirksamste Maßnahme ist ein tägliches Sonnenbad von 15 Minuten am Morgen.
Wie häufig sollte man Innenräume idealerweise lüften?
Ideal ist es, alle ein bis zwei Stunden für fünf bis zehn Minuten zu lüften und dabei zwei diagonal gegenüberliegende Fenster zu öffnen.
Gibt es Möglichkeiten, die Luftqualität auch in Mietwohnungen zu verbessern?
Regelmäßiges Lüften, das Aufstellen von Holzkohle oder Bambuskohle sowie der Einsatz von Zimmerpflanzen, die Formaldehyd absorbieren, lassen sich auch in Mietwohnungen gut umsetzen.
Was ist eine einfache Methode, um einen Hitzeschock zu vermeiden?
Zur grundlegenden Vorbeugung gehört es, kleine Heizgeräte in Bad, Umkleidebereich und Toilette aufzustellen und den Temperaturunterschied auf höchstens 5 °C zu begrenzen.
Was hilft dabei, eine konzentrierte Arbeitsumgebung im Homeoffice zu schaffen?
Ein eigener Arbeitsbereich, neutralweißes Licht und der Einsatz von Rosmarin-Aroma gelten als wirksam, um die Konzentration zu steigern.