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Leitfaden zur Nutzung von Mietkonferenzräumen für Telearbeit | Notwendige Ausstattung, Vorteile und empfohlene Einrichtungen

Erfahren Sie, wie Mietkonferenzräume im Zeitalter der Telearbeit und Hybridarbeit an Bedeutung gewinnen. Notwendige Ausstattung, 3 Hauptvorteile und empfohlene Einrichtungen in Tokio und Osaka.

Etwa 4 Min. Lesezeit

Seit sich Telearbeit und hybride Arbeitsmodelle etabliert haben, gewinnt die Nutzung von Mietkonferenzräumen als "dritter Arbeitsort" – weder das eigene Zuhause noch das klassische Büro – rasant an Bedeutung. Für einzelne Telearbeiter bieten sie eine konzentrierte Arbeitsumgebung, für Unternehmen eine flexible Alternative zu festen Satellitenbüros. Da Mietkonferenzräume stundenweise gebucht werden können, lassen sich Kosten senken und gleichzeitig Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit steigern.

Dieser Artikel versteht sich als umfassender Leitfaden für die Nutzung von Mietkonferenzräumen als Telearbeits- und Satellitenbüro-Standorte – sowohl aus Sicht privater Nutzer als auch aus Unternehmensperspektive. Wir beleuchten die notwendige Ausstattung, die Vorteile, die konkreten Einführungsschritte, empfehlenswerte Einrichtungen sowie die zu erwartenden Kosten.

Warum sich Mietkonferenzräume derzeit als neuer Standard für die Telearbeit etablieren

Obwohl Telearbeit inzwischen weit verbreitet ist, bleiben Stimmen wie "Zu Hause kann ich mich nicht konzentrieren", "Im Café ist die Datensicherheit fraglich" oder "Im Coworking-Space lassen sich keine ruhigen Besprechungen führen" anhaltend präsent. Auch Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, die Zahl der Bürotage in der Zentrale zu reduzieren und zugleich kostengünstige Standorte bereitzustellen, an denen Mitarbeitende konzentriert arbeiten können.

Als Antwort auf diese Bedürfnisse rücken Mietkonferenzräume, die ursprünglich für Seminare und Besprechungen konzipiert wurden, erneut in den Fokus. Sie bieten die Privatsphäre eines geschlossenen Raums, schnelles WLAN sowie eine professionelle Grundausstattung mit Drucker und Projektor – und lassen sich zugleich stundenweise flexibel buchen.

Welche Ausstattung braucht produktive Telearbeit?

Für produktive Telearbeit lässt sich die notwendige Ausstattung grob in drei Bereiche gliedern.

1. Schnelle und sichere Internetverbindung

Cloud-basierte Geschäftssysteme, Videokonferenzen, digitale Signaturen – moderne Telearbeit ist ohne Internet schlicht nicht möglich. Da kostenloses WLAN ein Risiko für den Datenabfluss darstellt, ist ein passwortgeschütztes, geschäftstaugliches Netzwerk unverzichtbar. Beim Umgang mit vertraulichen Informationen sollte zusätzlich der Einsatz eines VPN geprüft werden.

2. Ein geschlossener oder halbgeschlossener Raum zum konzentrierten Arbeiten

Um Ablenkungen durch Familienmitglieder oder Haustiere, Alltagsgeräusche und Fragen der Hintergrundprivatsphäre zu lösen, braucht es einen auf die Arbeit zugeschnittenen Raum. Gerade für Personen, die häufig an Videokonferenzen teilnehmen, werden Ruhe und ein ordentlicher Hintergrund unmittelbar als "berufliche Verlässlichkeit" wahrgenommen.

3. Externe Ausgabegeräte wie Drucker und Scanner

Trotz fortschreitender Digitalisierung bleiben Situationen bestehen, in denen handschriftliche Unterschriften auf Verträgen oder das Einscannen postalisch versendeter Unterlagen notwendig sind. Der Gang zum Convenience Store ist zeitlich kostspielig, weshalb eine Umgebung mit jederzeit einsatzbereiter Büroausstattung die Effizienz erheblich beeinflusst.

Fünf Vorteile von Mietkonferenzräumen für die Telearbeit

Vorteil 1: Sicheres WLAN und umfassende Büroausstattung

Viele Mietkonferenzräume sind standardmäßig mit passwortgeschütztem WLAN, Drucker, Projektor, Whiteboard und Monitor ausgestattet. Allein mit dem eigenen Laptop im Gepäck ist eine voll funktionsfähige Arbeitsumgebung sofort einsatzbereit. Verglichen mit den Kosten und dem Aufwand, sich diese Ausstattung selbst anzuschaffen, ist die stundenweise Anmietung deutlich wirtschaftlicher.

Vorteil 2: Konzentrationsfördernde Umgebung für höhere Effizienz

Konferenzräume sind auf das Nötigste reduziert gestaltet, sodass ablenkende Elemente weitgehend entfallen und die Konzentration steigt. Der Ortswechsel wirkt als psychologischer Auslöser ("Hier gehe ich in den Arbeitsmodus") und erleichtert das Umschalten, das im Homeoffice oft schwerfällt.

Vorteil 3: Nutzung von Catering und weiteren Zusatzleistungen

Einige Einrichtungen bieten bei längerer Nutzung Catering-Services, eine Getränkeauswahl oder die Nutzung von Multifunktionsgeräten an. Die Zeit für die Beschaffung des Mittagessens lässt sich so reduzieren und die tägliche Arbeitszeit wird optimal ausgenutzt.

Vorteil 4: Standorte ohne Fixkosten

Monatliche Büromiete, Nebenkosten, Leasinggebühren für Mobiliar – all diese Fixkosten entfallen vollständig. Stattdessen sichert ein Modell mit rein variablen Kosten, bei dem nur die tatsächlich genutzte Zeit bezahlt wird, einen Arbeitsplatz. Für Start-ups, Freiberufler und hybride Arbeitnehmer mit wenigen Präsenztagen pro Woche ist dies die optimale Lösung.

Vorteil 5: Einsatz in dezentralen Bürostrategien von Unternehmen

Mietkonferenzräume sind nicht nur für Einzelpersonen geeignet, sondern auch ein wirksames Instrument für Unternehmen, die Satellitenbüros aufbauen möchten. Indem Mitarbeitenden, die in Regionen mit hohem Pendelaufwand zur Zentrale wohnen, wohnortnahe Mietkonferenzräume als Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden, lassen sich Pendelzeiten verkürzen, BCP-Maßnahmen umsetzen und die Personalgewinnung zugleich erleichtern.

Anwendungsfälle für Privatnutzer und Unternehmen

Individuelle Telearbeiter

Freiberufler, Remote-Arbeiter oder Angestellte, die an einigen Tagen pro Woche im Homeoffice arbeiten, nutzen Mietkonferenzräume als Alternative zur häuslichen Arbeitsumgebung. Typische Anwendungsbeispiele sind:

  • Für wichtige Videokonferenzen und Geschäftsverhandlungen wird eine ruhige Umgebung mit gepflegtem Hintergrund benötigt
  • Einen halben oder ganzen Tag konzentriert an der Dokumentenerstellung oder konzeptionellen Arbeiten widmen
  • In Cafés oder Coworking-Spaces lassen sich vertrauliche Informationen nur schwer bearbeiten
  • Es sind Arbeiten erforderlich, die Drucker und Scanner voraussetzen

Einsatz im Rahmen der Satellitenbüro-Strategie von Unternehmen

Zunehmend nutzen Unternehmen Mietkonferenzräume zusätzlich zu bestehenden Büros als "Satellitenbüros". Die Anmietung und Einrichtung eigener neuer Satellitenbüros ist mit hohen Anfangsinvestitionen und laufenden Kosten verbunden. Der Rückgriff auf Mietkonferenzräume bringt hingegen folgende Vorteile:

  • Dezentrale Standorte ohne Anfangsinvestitionen aufbauen
  • Umsetzung eines flexiblen, dezentralen Arbeitsmodells aus Hauptsitz und mehreren Mietkonferenzraum-Standorten
  • Kombination mit versetzten Arbeitszeiten und Homeoffice für vielfältige Arbeitsweisen
  • BCP-Maßnahmen (Business Continuity Planning) für Katastrophen- und Pandemiefälle
  • Flexible Anpassung der Anzahl an Standorten je nach Nutzungslage

Einen umfassenden Überblick über die Satellitenbüro-Strategie aus Unternehmenssicht – einschließlich Definition, Abgrenzung zur Filiale, Vor- und Nachteilen sowie Implikationen für Immobilieninvestments – finden Sie im Beitrag Was sind Satellitenbüros? Vorteile, Nachteile und Auswirkungen auf den Büroimmobilienmarkt. Wir empfehlen die Lektüre als Ergänzung zu diesem Artikel.

Vier Schritte zur Einführung von Mietkonferenzräumen als Telearbeitsstandort

Sowohl für Privatnutzer als auch für Unternehmen ist der grundlegende Ablauf bis zur Einführung gleich.

Schritt 1: Nutzungszweck und Häufigkeit klären

Indem Sie festlegen, "wie oft pro Woche und wie viele Stunden pro Termin" Sie den Raum nutzen möchten, lässt sich entscheiden, ob eine Einzelbuchung oder ein Monatstarif sinnvoller ist. Bei einer Nutzung von mehr als drei Tagen pro Woche sind Monatstarife oder Punktepakete in der Regel kosteneffizienter.

Schritt 2: Anforderungen an Ausstattung und Lage definieren

Listen Sie die Häufigkeit von Videokonferenzen, den Bedarf an Druckernutzung, die Zahl der Personen sowie die Entfernung zum nächstgelegenen Bahnhof auf. So lassen sich infrage kommende Einrichtungen einfacher eingrenzen.

Schritt 3: Besichtigung und Vergleich der Einrichtungen

Nach Möglichkeit sollten Sie die Einrichtung vor der tatsächlichen Nutzung besichtigen und WLAN-Geschwindigkeit, Schalldämmung des Einzelraums, Klimatisierung, Beleuchtung sowie die Größe der Arbeitsflächen prüfen. Viele Anbieter ermöglichen eine Testnutzung von 30 Minuten bis zu einer Stunde.

Schritt 4: Prüfung von Firmenverträgen und Monatstarifen

Für Unternehmen ermöglicht ein Firmenvertrag die Abrechnung per Rechnung, die Nutzungsverwaltung auf Mitarbeiterebene sowie Sammelverträge über mehrere Standorte hinweg. Aus buchhalterischen Gründen und im Sinne einer klaren Nutzungskontrolle empfehlen wir, von Anfang an einen Firmenvertrag abzuschließen.

FAQ: Häufige Fragen zur Nutzung von Mietkonferenzräumen für Telearbeit und Satellitenbüros

F1. Was ist der Unterschied zwischen einem Mietkonferenzraum und einem Coworking-Space?

Mietkonferenzräume werden stundenweise als vollständig geschlossene Einzelräume gebucht und zeichnen sich durch hohe Privatsphäre und Ruhe aus. Coworking-Spaces bieten dagegen überwiegend offene Gemeinschaftsbereiche mit Durchgangsverkehr und Austauschmöglichkeiten und eignen sich eher für längere Aufenthalte und Networking. Für Nutzer mit vielen Videokonferenzen oder vertraulichen Tätigkeiten sind Mietkonferenzräume besser geeignet.

F2. Wie hoch sind die Kosten bei einer Ganztagesnutzung?

In Tokio variieren die Preise je nach Größe des Konferenzraums und Lage. Für eine Einzelperson liegt der übliche Preis bei etwa 500 bis 3.000 Yen pro Stunde. Für einen ganzen Tag (acht Stunden) sollten Sie mit rund 4.000 bis 24.000 Yen rechnen. Bei gelegentlicher Nutzung (einige Male pro Woche) ist die Einzelabrechnung günstiger, bei regelmäßiger Nutzung ab drei Tagen pro Woche sind Monatstarife kosteneffizienter.

F3. Ist eine monatliche Nutzung über einen Firmenvertrag möglich?

Viele Anbieter von Mietkonferenzräumen bieten für Unternehmen spezielle Monatstarife oder Punktepakete an. Da Sammelverträge über mehrere Standorte, Abrechnung per Rechnung sowie die Nutzungsverwaltung auf Mitarbeiterebene möglich sind, empfiehlt sich für einen echten dezentralen Büroeinsatz ein Firmenvertrag.

F4. Worauf ist aus Sicht der Informationssicherheit zu achten?

Bei Nutzung öffentlicher Netzwerke wird der Einsatz eines VPN empfohlen. Für den Austausch wichtiger interner Informationen sollten Sie Einrichtungen wählen, die ein eigenes, passwortgeschütztes WLAN bereitstellen. Darüber hinaus ist auch die physische Sicherheit wichtig: Platzieren Sie Ihren Bildschirm so, dass Dritte keinen Einblick haben, und achten Sie darauf, keine Ausdrucke im Drucker zurückzulassen.

F5. Welche Vorteile hat es für Unternehmen, Mietkonferenzräume als Telearbeitsstandorte zu nutzen?

Kostensenkungen durch die Verkleinerung fester Bürostandorte, Arbeitsmöglichkeiten in der Nähe des Wohnorts der Mitarbeitenden sowie BCP-Maßnahmen im Katastrophen- oder Pandemiefall – das sind nur einige der vielfältigen Vorteile im Rahmen hybrider Arbeitsmodelle. Insbesondere als Alternative zum klassischen Satellitenbüro für die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte aus ländlichen Regionen findet die Nutzung zunehmend Verbreitung.

F6. Wird durch Mietkonferenzräume das Büro am Hauptsitz überflüssig?

Eine vollständige Abschaffung ist für die meisten Unternehmen nicht realistisch. Durch Verkleinerung, Verlagerung oder Auslagerung an Satellitenstandorte lassen sich die Mietkosten jedoch deutlich senken. Da Aufgaben wie die Pflege der Unternehmenskultur, spontane Kommunikation und das Onboarding neuer Mitarbeitender weiterhin eine zentrale Rolle spielen, ist ein hybrider Betrieb aus Hauptsitz und Mietkonferenzräumen die realistische Lösung.

F7. Können Einzelunternehmer und Freiberufler Mietkonferenzräume ebenso wie Firmenkunden nutzen?

In vielen Fällen stehen Monatstarife oder Punktepakete auch Privatpersonen offen. Einzelunternehmer können die Nutzungsgebühren als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen, was gegenüber der Einrichtung eines eigenen Büros zu Hause auch steuerliche Vorteile bietet. Ob Quittungen ausgestellt werden, sollten Sie vorab klären.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte