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Top 10 Fußbodenheizungs-Hersteller: Warmwasser vs. Elektrisch und Tipps für Vermieter

Welches Fußbodenheizungssystem passt zu Ihrer Immobilie? Überblick über die 10 wichtigsten japanischen Hersteller, Systemvergleich und was Vermieter wissen müssen.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 3 Min. Lesezeit

Fußbodenheizungen gibt es in zwei Grundtypen, Warmwasser- und Elektrosysteme, und je nach Hersteller unterscheiden sich Eigenschaften und Angebote erheblich. Anders als in Deutschland, wo Fußbodenheizung in Neubauten oft Standard ist, bleibt sie in japanischen Mietwohnungen die Ausnahme und wird meist als Zusatzausstattung verkauft. Vermieter und Bauherren in Japan sollten deshalb die Eigenschaften der Hersteller kennen und ein zur baulichen Situation passendes Modell wählen. Dieser Artikel stellt zehn führende japanische Hersteller und ihre Produktlinien vor.

Die zehn empfehlenswertesten Hersteller von Fußbodenheizungen in Japan und ihre Merkmale

Rinnai

Hauptsitz in Nagoya. Setzt auf Strahlungs-, Leitungs- und Konvektionswärme zugleich und bietet Warmwassersysteme, die auch unter 18 °C spürbar wärmen und Trockenheit, Kondenswasser sowie Hausstaubmilben eindämmen. Produktreihen: Yuka-Hotto E, HEM-Serie, Yuka-Hotto 6 sowie eine Tatami-Variante.

Daikin

Hauptsitz in Osaka. Spezialisiert auf Wärmepumpen-Warmwasserheizungen mit hoher Umweltverträglichkeit, da Umgebungswärme genutzt und CO2 eingespart wird. Bekanntestes Produkt: Hotocoru System Multi, das Fußbodenheizung und Klimaanlage koppelt.

Panasonic

Spezialisiert auf Elektro-Fußbodenheizung mit Carbon-Heizmodulen. Viele Modelle eignen sich für eine nachträgliche Verlegung über bestehendem Bodenbelag – ein Vorteil bei Renovierungen im Bestand.

Tokyo Gas

Marktführer bei gasbetriebenen Warmwassersystemen. Kombiverträge mit dem Gastarif senken die laufenden Kosten. Besonders geeignet für Tokio, Kanagawa und andere Regionen mit städtischem Gasnetz.

Osaka Gas

Stark in der Region Kansai, wo Warmwassersysteme an die städtische Gasversorgung gekoppelt werden. Mit der Ene-Farm-Brennstoffzelle entsteht ein effizientes System, das Strom und Wärme zugleich liefert.

Toshiba

Erfahrener Hersteller von Elektro-Fußbodenheizung mit vielen dünnen Panel-Modellen, die sich gut für die Nachrüstung im Bestand eignen.

Hitachi

Setzt auf Wärmepumpen-Warmwasserheizung in Verbindung mit Eco-Cute-Warmwasserbereitern. Besonders effizient in Kombination mit Photovoltaik.

Noritz

Bekannt für kombinierte Systeme aus Warmwasserbereiter und Heizung. Die Kombination von Warmwasser-Fußbodenheizung mit dem Brennwertgerät Ecojozu minimiert die Betriebskosten.

Corona

Warmwassersysteme in Kombination mit ölbetriebenen Warmwasserbereitern. Kosteneffizient für ländliche Regionen ohne Gasnetz und für kalte Klimazonen.

Mitsubishi Electric

Bietet Elektro- und elektrische Wärmepumpensysteme an, die sich in Smart-Home-Systeme einbinden und teils per Smartphone fernsteuern lassen.

Ist eine Fußbodenheizung bei japanischen Bauunternehmen Standard oder Zusatzausstattung?

Beim Bau eines individuell geplanten Einfamilienhauses in Japan hängt die Einstufung der Fußbodenheizung stark vom jeweiligen Bauunternehmen ab. Die meisten japanischen Baufirmen behandeln die Fußbodenheizung als kostenpflichtige Zusatzausstattung; in diesem Fall wählen Bauherren aus den Warmwasser- und Elektrosystemen der in diesem Artikel vorgestellten Fachhersteller wie Rinnai, Panasonic oder Tokyo Gas. Eine Ausnahme bildet der Fertighausanbieter Ichijo Komuten, der eine „Ganzhaus-Fußbodenheizung" als Standardausstattung für alle seine Modelle positioniert: Laut eigener Unternehmenswebsite werden dabei vernetzte Polyethylenrohre mit 10 mm Innendurchmesser verlegt, die Bodenoberflächentemperatur liegt bei rund 25 bis 28 °C, und die Haltbarkeit wird mit über 50 Jahren angegeben (Quelle: offizielle Website von Ichijo Komuten). Beim Vergleich japanischer Bauunternehmen lohnt es sich deshalb, im Einzelfall zu prüfen, ob die Fußbodenheizung Standard oder Option ist, ob sie das gesamte Haus oder nur einzelne Räume abdeckt und welche Wärmequelle verwendet wird.

Laufende Kosten: Warmwasser- versus Elektro-Fußbodenheizung im Vergleich

Die laufenden Kosten einer Fußbodenheizung hängen vom System, der Wärmequelle und den Nutzungsbedingungen ab. Nach einer offiziellen Modellrechnung von Rinnai ergeben sich bei einem Flüssiggaspreis von 450 Yen pro Kubikmeter und einem Strompreis von 22 Yen pro Kilowattstunde für einen rund 20 Quadratmeter großen Raum (japanisch: 12 Tatami), der täglich 10 Stunden bei einer Außentemperatur von 5 °C auf eine Raumtemperatur von 20 °C beheizt wird, monatliche Kosten von umgerechnet etwa 8.800 Yen (Quelle: offizielle FAQ von Rinnai). Für eine gasbetriebene Warmwasser-Fußbodenheizung nennt Tokyo Gas in einer offiziellen Modellrechnung für einen rund 13 Quadratmeter großen Raum (8 Tatami) bei 8 Stunden täglicher Nutzung Tageskosten von etwa 170 Yen, umgerechnet rund 5.100 Yen pro Monat (Quelle: offizielle Website von Tokyo Gas Next One). Da sich Raumgröße, Nutzungsdauer und Energiepreise in den beiden Beispielen unterscheiden, lassen sich die Werte nicht direkt vergleichen. Grundsätzlich gilt jedoch: Warmwassersysteme heizen nur bei Bedarf und nutzen die Restwärme des Wassers weiter, wodurch sich die laufenden Kosten meist niedriger halten lassen als bei Elektrosystemen. Die Stromkosten einer Elektro-Fußbodenheizung lassen sich überschlagen, indem man den Tarif des eigenen Stromanbieters mit der im Produktkatalog angegebenen Leistungsaufnahme (in Watt) multipliziert. Es empfiehlt sich daher, vor der Installation die Katalogwerte des jeweiligen Herstellers zu prüfen.

Vor- und Nachteile einer Fußbodenheizung

Vorteile

  • Gleichmäßige Wärme von unten sorgt für ein höheres Wärmeempfinden, sodass auch bei niedrigerer Raumtemperatur ein angenehmes Klima entsteht
  • Da kein Luftstrom erzeugt wird, wirbeln Staub und Pollen nicht auf
  • Trocknet die Raumluft weniger stark aus als eine Klimaanlage

Nachteile

  • Hohe Anschaffungskosten, besonders bei Warmwassersystemen
  • Verzögerter Wärmeeintritt (bei Warmwassersystemen dauert es rund 30 bis 60 Minuten, bis der Raum warm wird)
  • Die Möblierung lässt sich mitunter nur eingeschränkt verändern

Zum Thema Zusatzausstattung in Mietimmobilien lohnt sich auch ein Blick auf unseren Leitfaden zum nachträglichen Einbau einer Badewannen-Nachheizung in Mietwohnungen, mit Kostenrichtwerten und Tipps zur Anbieterwahl.

Kosten für die nachträgliche Installation einer Fußbodenheizung

Beim nachträglichen Einbau einer Fußbodenheizung in ein Bestandsgebäude werden die Heizpaneele meist direkt über dem vorhandenen Bodenbelag verlegt. Nach Angaben der offiziellen Renovierungswebsite von Tokyo Gas liegen die Kosten für das Paneel selbst bei umgerechnet etwa 50.000 bis 100.000 Yen pro Tatami-Einheit (rund 1,65 Quadratmeter, inklusive Steuer); werden rund 60 Prozent eines 10-Tatami-Raums damit ausgestattet, ergibt sich ein Gesamtbetrag von etwa 300.000 bis 500.000 Yen (inklusive Steuer). Wird zusätzlich der bestehende Gas-Warmwasserbereiter gegen ein für Fußbodenheizung geeignetes Wärmequellengerät ausgetauscht, kommen weitere umgerechnet etwa 200.000 bis 500.000 Yen hinzu (Quelle: offizielle Website von Tokyo Gas Next One). Da die tatsächlichen Kosten je nach Umfang der Arbeiten und Zustand des Gebäudes stark schwanken, empfiehlt es sich, Angebote mehrerer Fachbetriebe einzuholen.

FAQ: Häufige Fragen zur Wahl des Herstellers einer Fußbodenheizung

F1. Was ist bei den Heizkosten günstiger: Warmwasser- oder Elektrosystem?

Grundsätzlich sind die laufenden Kosten bei Warmwassersystemen, insbesondere bei Wärmepumpentechnik, niedriger. Elektrosysteme haben zwar geringere Anschaffungskosten, sind aber im langfristigen Betrieb meist teurer als Warmwassersysteme.

F2. Lässt sich eine Fußbodenheizung auch bei der Renovierung einer gebrauchten Wohnung oder eines Bestandshauses einbauen?

Ja, das ist möglich. Viele Hersteller bieten Renovierungslösungen an, die direkt über dem vorhandenen Bodenbelag verlegt werden. Dabei kann eine kleine Stufe entstehen, weshalb auch eine Anpassung der Türen mitbedacht werden sollte.

F3. Verträgt sich eine Fußbodenheizung mit Tatami-Matten?

Hersteller wie Rinnai bieten spezielle Warmwassermatten für Tatami-Räume an. Der Einbau ist grundsätzlich möglich, allerdings kann die Auswahl an geeigneten Tatami-Materialien eingeschränkt sein.

F4. Steigert eine Fußbodenheizung in einer Mietimmobilie die Vermietbarkeit?

Zahlreiche Berichte zeigen, dass eine hochwertige Ausstattung sich positiv auf die Vermietungsquote auswirkt. Besonders in kalten Regionen oder bei nach Norden ausgerichteten Wohnungen kann eine Fußbodenheizung ein starkes Verkaufsargument sein.

F5. Wie lange hält eine Fußbodenheizung?

Bei Warmwassersystemen hält das Wärmequellengerät meist 10 bis 15 Jahre, die Rohrleitungen häufig über 30 Jahre. Bei Elektrosystemen liegt die Lebensdauer der Heizpaneele meist bei 20 bis 30 Jahren. Regelmäßige Wartung verlängert die Nutzungsdauer zusätzlich.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEO — INA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte