Wenn Verschmutzungen oder Verstopfungen in Abwasserrohren unbehandelt bleiben, können sich daraus schwerwiegende Probleme wie unangenehme Gerüche, Rückstau, Schädlingsbefall oder sogar Rohrbrüche entwickeln. Entscheidend für ein angenehmes Wohnumfeld ist, die Art der Verschmutzung je nach Bereich zu verstehen und die Rohre regelmäßig mit der passenden Methode zu reinigen.
Unterscheiden sich Verschmutzungen in Abwasserrohren je nach Ort?
Die Art der Verschmutzung in Abwasserrohren variiert je nach Einbauort, und entsprechend unterscheiden sich auch die wirksamen Reinigungsmethoden.
Küche
Hauptsächliche Verschmutzungen sind Fett, Speisereste und Waschmittelrückstände. Bei Fettverschmutzungen sind alkalische Reinigungsmittel oder Natron wirksam. Geht es nur um Speisereste, reicht ein neutrales Küchenreinigungsmittel aus. In Haushalten mit kleinen Kindern ist Natron eine sichere Wahl.
Badezimmer
Hier entstehen leicht Hautfett, Seifenrückstände und Schimmel. Die Nutzung eines Haarfängers im Abfluss, um das Eindringen von Haaren zu verhindern, ist die Grundlage zur Vorbeugung von Verstopfungen. Gegen Hautfett helfen alkalische Reinigungsmittel oder Natron, gegen Schimmel chlorhaltige Reiniger.
Waschbecken
Wenn sich Hautfett, Seifenrückstände, Make-up-Entferner, ölhaltige Haarstylingprodukte und Haare miteinander verbinden, kommt es leicht zu Verstopfungen. Wichtig ist, keine Fremdkörper in den Abfluss gelangen zu lassen und regelmäßig mit alkalischen Reinigungsmitteln zu reinigen.
Waschmaschine
Rund um den Abfluss sammeln sich Staub, Waschmittelrückstände und Flusen an. Als Richtwert gelten die Nutzung von Flusen- und Abflussfiltern sowie eine Reinigung der Abwasserrohre einmal im Monat.
Was passiert, wenn die Reinigung der Abwasserrohre vernachlässigt wird?
- Verstopfung und Rückstau: Verschmutzungen verklumpen und das Wasser fließt nicht mehr ab
- Unangenehme Gerüche: Keime vermehren sich und Gerüche breiten sich im Innenraum aus
- Schädlingsbefall: Wenn der Geruchsverschluss austrocknet, können Schädlinge über den Abfluss eindringen
- Rohrbruch: Durch inneren Druck besteht das Risiko, dass Abwasserrohre beschädigt werden oder platzen
Methoden zur Reinigung von Abwasserrohren in Eigenregie
Reinigung mit Rohrreiniger
- 45 bis 50 °C warmes Wasser einlaufen lassen
- Rohrreiniger einfüllen
- 30 Minuten bis 1 Stunde einwirken lassen (bei zu langer Einwirkzeit können sich gelöste Verschmutzungen erneut festsetzen)
- Mit Wasser nachspülen und prüfen
Reinigung mit Natron und Zitronensäure
- Natron auf Abfluss und Rohr geben
- Zitronensäure hinzufügen, damit es aufschäumt
- Etwas lauwarmes Wasser zugeben und 30 Minuten bis 1 Stunde einwirken lassen
- Mit 45 bis 50 °C warmem Wasser nachspülen
Die Methode ist zwar nicht so stark wie ein Rohrreiniger, kann aber in Küchen, in denen Lebensmittel verarbeitet werden, und bei empfindlicher Haut bedenkenlos eingesetzt werden.
Fünf Methoden gegen Verstopfungen
- Heißes Wasser: Im Spülbecken gesammeltes 45 bis 50 °C warmes Wasser auf einmal ablaufen lassen
- Plastikflasche: In den Abfluss einsetzen und Druck erzeugen
- Saugglocke: Wirksam bei fettbedingten Verstopfungen (bei festen Gegenständen wirkungslos)
- Drahtbürste: Die verstopfte Stelle mechanisch durchdringen
- Hochdruckreiniger: Am wirksamsten. Eine Beauftragung eines Fachbetriebs wird empfohlen
Geeignete Reinigungsintervalle für Abwasserrohre
- Küche: 2- bis 3-mal pro Woche (bei häufiger Verwendung von Öl entsprechend öfter)
- Badezimmer und Waschbecken: 1- bis 2-mal pro Woche
- Waschmaschine: einmal pro Monat (wenn die Aufstellung dies erschwert, mindestens einmal jährlich gründlich)
Wann sollte ein Fachbetrieb beauftragt werden und welche Kosten sind üblich?
Wenn sich das Problem trotz eigener Maßnahmen nicht verbessert, ist die Beauftragung eines Profis die sichere Lösung. Die üblichen Kosten liegen bei Einfamilienhäusern bei etwa 17.000 bis 25.000 Yen und bei Apartments oder Mehrfamilienhäusern bei etwa 47.000 bis 60.000 Yen. In Wohnanlagen kann es sein, dass die Hausverwaltung bereits regelmäßige Reinigungen durchführt. Hilfreich ist auch die Auswahl des richtigen Anbieters für die Beauftragung einer Abwasserrohrreinigung.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F1. In welchem Abstand sollte eine Reinigung der Abwasserrohre erfolgen?
Für die Küche gelten 2- bis 3-mal pro Woche als Richtwert, für Badezimmer und Waschbecken 1- bis 2-mal pro Woche und für die Waschmaschine einmal im Monat. Passen Sie das Intervall jedoch an die Häufigkeit der Ölnutzung und die Zahl der Haushaltsmitglieder an.
F2. Kann Rohrreiniger auch über längere Zeit einwirken?
Empfohlen wird eine maximale Einwirkzeit von einer Stunde. Bei längerer Einwirkzeit können sich gelöste Verschmutzungen erneut festsetzen und die Verstopfung sogar verschlimmern.
F3. Warum erhöht die Kombination aus Natron und Zitronensäure die Wirkung?
Der Schaum, der bei der Reaktion von Natron (alkalisch) und Zitronensäure (sauer) entsteht, löst Verschmutzungen mechanisch an. Dieser Reinigungseffekt durch die chemische Reaktion hilft dabei, Ablagerungen im Abwasserrohr zu entfernen.
F4. Was sind die Ursachen, wenn aus dem Abwasserrohr ein unangenehmer Geruch kommt?
Die drei Hauptursachen sind Keimvermehrung durch angesammelte Verschmutzungen, ein ausgetrockneter Geruchsverschluss und Schäden am Abwasserrohr. Vorbeugen lässt sich dies durch regelmäßige Reinigung und das Abdecken des Abflusses bei längerer Abwesenheit.
F5. Wann sollte die Reinigung der Abwasserrohre von einem Fachbetrieb übernommen werden?
Wenn Anzeichen wie schlechter Wasserabfluss, gluckernde Geräusche oder ausbleibende Verbesserung trotz eigener Maßnahmen auftreten, sollte die Beratung durch einen Fachbetrieb in Betracht gezogen werden. Auch eine jährliche Hochdruckreinigung durch einen Spezialisten ist als regelmäßige Wartung wirksam.