In vielen neueren Mietobjekten ist eine 24-Stunden-Lüftung Standard. Manche schalten sie aus, weil sie die Stromkosten für unnötig halten. Tatsächlich sind die Kosten jedoch überraschend gering, während die Risiken eines Abschaltens größer sind. Dieser Artikel erläutert die Arten von Ventilatoren, Richtwerte für die Stromkosten und praktische Spartipps.
Wie hoch sind die Stromkosten eines Ventilators tatsächlich?
Ventilatoren gehören zu den Haushaltsgeräten mit niedrigem Stromverbrauch. Selbst bei einem Dauerbetrieb von 24 Stunden am Tag liegen die monatlichen Stromkosten meist nur bei einigen Dutzend bis wenigen Hundert Yen.Die Richtwerte nach Einsatzort (bei 31 Yen pro 1 kWh) sind wie folgt.
- Toilette: ca. 42 bis 67 Yen/Monat (Stromverbrauch etwa 3 W)
- Badezimmer: ca. 290 bis 446 Yen/Monat (Stromverbrauch etwa 13 bis 20 W)
- Küche: ca. 446 bis 670 Yen/Monat (Stromverbrauch etwa 30 W). Modelle mit Dauerlüftungsmodus liegen bei etwa 112 Yen/Monat
Warum ist es besser, den Ventilator dauerhaft laufen zu lassen?
Gemessen an den niedrigen Stromkosten sind die Vorteile groß. Deshalb wird empfohlen, den Ventilator dauerhaft eingeschaltet zu lassen.
- Schutz vor Kondensation: Führt Feuchtigkeit im Raum kontinuierlich ab und verhindert Kondensation, die Schimmel begünstigt
- Vorbeugung gegen Schimmel und Milben: Durch die Vermeidung von Schimmel lassen sich höhere Auszugskosten und gesundheitliche Risiken wie Sick-Building-Syndrom oder Allergien vermeiden
- Geruchsreduzierung: Führt Alltagsgerüche laufend aus dem Raum ab und verhindert, dass sie sich in Vorhängen und Sofas festsetzen
- Luftaustausch: In luftdichten Häusern reicht das Öffnen der Fenster für eine ausreichende Lüftung nicht aus. Der Ventilator wird dadurch zum wichtigsten Mittel für die Luftzirkulation
Worin unterscheiden sich Ventilatorarten und 24-Stunden-Lüftungssysteme?
Ein gewöhnlicher Ventilator dient der „kurzzeitigen Lüftung bei Bedarf“. Ein 24-Stunden-Lüftungssystem hingegen ist eine „dauerhaft laufende Lüftung zum Schutz vor Sick-Building-Syndrom und zur Vermeidung von Kondensation“.Für Wohngebäude, die seit 2003 gebaut wurden, ist die Installation eines 24-Stunden-Lüftungssystems vorgeschrieben. Es sollte daher nicht abgeschaltet werden.
Vier Tipps, um Stromkosten beim Ventilator zu senken
- Bei geschlossenen Fenstern und Türen betreiben: Steigert die Lüftungseffizienz in einem geschlossenen Raum und reduziert unnötigen Stromverbrauch
- Regelmäßig reinigen: Verschmutzte Filter senken die Lüftungseffizienz und erhöhen die Stromkosten. Mit Filtern lässt sich die Reinigung vereinfachen
- Den Niedrigmodus nutzen: Beim Einsatz der Klimaanlage hilft der Niedrigmodus des Ventilators, Strom zu sparen, ohne die Effizienz der Klimaanlage unnötig zu senken
- Einen verschlissenen Ventilator austauschen: Ventilatoren mit einer Nutzungsdauer von mehr als 15 Jahren arbeiten weniger effizient und werden lauter. Ein Austausch kann auch den Stromverbrauch senken
Lesen Sie auch
Häufige Fragen (FAQ)
F. Gibt es rechtliche Probleme, wenn man das 24-Stunden-Lüftungssystem abschaltet?
A. Die Installation ist nach dem Baugesetz vorgeschrieben, und Mietern wird nicht empfohlen, das System zu stoppen. Da es dazu dient, chemische Stoffe auszuleiten, die das Sick-Building-Syndrom verursachen können, bestehen gesundheitliche Risiken.
F. Kann man Ventilator und Klimaanlage gleichzeitig verwenden?
A. Ja, das ist möglich. Allerdings führt der Ventilator kalte oder warme Luft der Klimaanlage ab, wodurch die Effizienz sinkt. Während der Nutzung der Klimaanlage lässt sich der Effekt minimieren, indem man den Ventilator im Niedrigmodus betreibt oder die Temperatureinstellung anpasst.
F. Wie oft sollte ein Ventilator gereinigt werden?
A. Für Toilette und Badezimmer wird empfohlen, etwa einmal im Monat Staub mit dem Staubsauger zu entfernen. In der Küche sollte der Filter der Dunstabzugshaube alle ein bis drei Monate ausgetauscht oder gereinigt werden.
F. Wann ist ungefähr der richtige Zeitpunkt, einen Ventilator auszutauschen?
A. Die übliche Lebensdauer liegt bei etwa 15 Jahren. Wenn Sie stärkere Geräusche, ungewöhnliche Töne oder eine nachlassende Lüftungsleistung bemerken, sollten Sie einen Austausch prüfen. In einer Mietwohnung sollten Sie sich an den Vermieter oder die Hausverwaltung wenden.