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Entscheidungsachsen gegen Fehler bei japanischen Wohnungsinvestments: Cashflow vor Kauf, Leerstand, Instandhaltung, Fremdfinanzierung und Exit-Strategie

## Fehler bei japanischen „Mansion“-Investments entstehen nicht nur durch eine „schlechte Immobilie“

Zuletzt aktualisiert: Etwa 6 Min. Lesezeit

Fehler bei japanischen „Mansion“-Investments entstehen nicht nur durch eine „schlechte Immobilie“

Fehler bei einer Investition in eine japanische Eigentumswohnung entstehen nicht allein dadurch, dass „die Lage schlecht war“ oder „Leerstand entstanden ist“. Häufiger liegt das Problem darin, dass Kaufpreis, Miete, Verwaltungskosten, Instandhaltungsrücklage, Darlehenskonditionen, Steuern oder spätere Verkäuflichkeit zu optimistisch angesetzt wurden. Nach dem Kauf wird es dann schwer, aus der Position wieder herauszukommen.

In Japan bezeichnet „Mansion“ beziehungsweise manshon (マンション) in der Regel ein Mehrfamilienhaus aus Stahlbeton oder eine Eigentumswohnung in einem solchen Gebäude, nicht eine Villa im deutschen Sinn. Für Anleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist wichtig: Dieser Artikel behandelt japanische Wohnungsinvestments, also einen Markt mit anderen Mietgewohnheiten, Verwaltungsstrukturen, Steuerregeln und Finanzierungslogiken als im DACH-Raum.

Besonders Einsteiger sollten vorsichtig sein, wenn die vorgelegte Cashflow-Rechnung auf Annahmen wie „voll vermietet“, „keine Mietsenkung“, „nur geringe Reparaturen“ und „kaum fallender Verkaufspreis“ beruht. Anders als Aktien oder Fonds lassen sich japanische Wohnungen nicht in kleinen Beträgen und nicht kurzfristig problemlos handeln. Wird ein Kredit eingesetzt, bleibt zudem die Rückzahlungspflicht bestehen. Die physische Substanz kann Sicherheit vermitteln, aber die geringe Liquidität und laufende Fixkosten dürfen nicht übersehen werden.

Dieser Artikel reiht keine bloßen Misserfolgsgeschichten aneinander. Er zerlegt stattdessen die Punkte, die vor dem Kauf geprüft werden sollten. Ob Einzimmerwohnung, gebrauchte Eigentumswohnung als kubun manshon (区分マンション, Sondereigentum an einer einzelnen Einheit) oder ganzes Apartmenthaus: Entscheidend ist, Cashflow, Verwaltung, Finanzierung, Instandhaltung und Exit-Strategie getrennt zu beurteilen.

Zuerst die Definition von „Fehlinvestition“ trennen

Ob ein Mansion-Investment gescheitert ist, entscheidet sich nicht daran, ob die Mieteinnahmen einmal unterbrochen wurden. Leerstand und Reparaturen gehören im Vermietungsgeschäft grundsätzlich dazu. Die eigentliche Frage ist, ob die Liquidität solche Ereignisse trägt und ob ein Verkauf ohne großen Verlust möglich bleibt.

Es kann Investitionen geben, bei denen der monatliche Cashflow leicht negativ ist, dies aber durch erwartete Wertentwicklung oder fortschreitende Tilgung plausibel erklärt werden kann. Anders ist es, wenn ein negativer Cashflow nur wegen steuerlicher Effekte akzeptiert wird und Mietrückgänge oder steigende Instandhaltungsrücklagen nicht eingerechnet sind. Je länger die Haltedauer, desto schwieriger wird dann die Entscheidung.

Fehler bei Mansion-Investments lassen sich grob wie folgt einteilen.

Art des Fehlers Typischer Zustand Vor dem Kauf zu prüfen
Liquiditätsfehler Rückzahlung, Verwaltungskosten und Instandhaltung übersteigen die Mieteinnahmen; laufende Zuschüsse werden nötig Nettorendite, Rückzahlungsfähigkeit bei Leerstand, Spielraum bei steigenden Zinsen
Fehler bei der Objektauswahl Schwache Mietnachfrage; selbst mit Mietsenkung schwer vermietbar Entfernung zum Bahnhof, Breite der Mietnachfrage, Konkurrenzobjekte, Baujahr
Verwaltungs- und Instandhaltungsfehler Schlechte Verwaltung; fehlende oder steigende Instandhaltungsrücklagen Langfristiger Instandhaltungsplan, Protokolle der Eigentümerversammlung, Zahlungsrückstände
Fehler bei Vertragsbedingungen Missverständnisse bei Sublease- oder Verwaltungsverträgen Mietanpassungsklauseln, Kündigungsklauseln, mietfreie Haftungszeiträume
Exit-Fehler Verkauf nur unterhalb der Restschuld möglich Entwicklung der Restschuld, Marktpreise, Finanzierbarkeit für Käufer

Aus dieser Einteilung wird klar: Fehlerprävention bedeutet nicht nur, „eine gute Immobilie“ zu suchen. Man muss prüfen, ob die Investition auch bei ungünstigen Annahmen tragfähig bleibt.

Cashflow vor dem Kauf nicht an der Bruttorendite, sondern am Nettoüberschuss messen

Die in Verkaufsunterlagen auffällig dargestellte Rendite ist meist die Bruttorendite: Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis. Für die Investitionsentscheidung zählt jedoch der Betrag, der nach Verwaltungskosten, shuzen tsumitatekin (修繕積立金, Instandhaltungsrücklage des Gebäudes), Grundsteuer, Stadtplanungssteuer, Vermietungsverwaltungsgebühren, Renovierung nach Auszug, Makler- und Werbekosten, Feuerversicherung und Darlehensrate übrig bleibt.

Auch die japanische Nationale Steueragentur erklärt, dass Einkünfte aus Immobilien durch Abzug notwendiger Kosten von den Bruttoeinnahmen berechnet werden. Steuerliches Einkommen und tatsächlicher Cashflow sind aber nicht identisch. Abschreibungen sind steuerlich Aufwand, Tilgung des Darlehenskapitals dagegen nicht. Das bedeutet: Steuerlich kann ein Verlust entstehen, während gleichzeitig real Liquidität abfließt.

Vor dem Kauf sollten mindestens drei Cashflow-Szenarien erstellt werden.

Erstens das Standardszenario gemäß Verkaufsunterlagen. Es rechnet mit aktueller Miete, aktuellen Verwaltungskosten und aktueller Instandhaltungsrücklage.

Zweitens ein Leerstands- und Mietrückgangsszenario. Es sollte ein bis zwei Monate Leerstand pro Jahr, fünf bis zehn Prozent niedrigere Miete, Werbekosten und Renovierung nach Mieterwechsel enthalten.

Drittens ein Instandhaltungs- und Zinsszenario. Es berücksichtigt steigende Rücklagen, Austausch von Ausstattung und mögliche Erhöhungen variabler Zinsen.

Wenn eine Investition nur im Standardszenario funktioniert, ist sie riskant. Gerade bei Einzimmerwohnungen gilt: Wer nur eine Einheit hält, hat keine durchschnittliche Leerstandsquote, sondern entweder einen Mieter oder null Mieteinnahmen. Im DACH-Raum erwarten viele Anleger bei Wohnimmobilien eine gewisse Planbarkeit durch längere Mietverhältnisse; bei japanischen Einheiten sollte zusätzlich die hohe Abhängigkeit von Lage, Gebäudemanagement und Wiedervermietungsgeschwindigkeit eingerechnet werden.

Leerstandsrisiko lässt sich nicht nur an „beliebten Gegenden“ messen

Bahnhofsnähe, zentrale Lage und geringes Alter sind wichtige Faktoren. Sie reichen aber nicht aus. Wenn die Mietnachfrage von einer einzigen Universität, Fabrik, Firma oder einer bestimmten Sanierungserwartung abhängt, kann die Vermietung plötzlich schwierig werden, sobald diese Annahme wegfällt.

Entscheidend ist die Tiefe der Nachfrage. Gibt es mehrere Mietergruppen wie Singles, Studierende, Firmenmieter, Beschäftigte in Medizin und Pflege oder Pendler in der Umgebung? Gibt es in der Nähe zu viele Konkurrenzobjekte ähnlichen Alters, ähnlicher Größe und ähnlicher Ausstattung? Ist es ein Markt, in dem eine leichte Mietsenkung genügt, oder ein Markt mit grundsätzlich wenigen Anfragen? Diese Unterscheidung ist wesentlich.

Außerdem gibt es Leerstandsmaßnahmen, die nach dem Kauf möglich sind, und Faktoren, die nur vor dem Kauf vermieden werden können. Innenausbau, Ausstattung, Vermietungsbedingungen und Wechsel der Verwaltungsgesellschaft lassen sich nachträglich verbessern. Bahnhofsentfernung, Bevölkerungsstruktur, Gesamtzustand des Gebäudes und unpraktischer Grundriss sind dagegen schwer veränderbar.

Wer das Risiko von Einzimmerinvestments genauer prüfen möchte, sollte auch Warum Einzimmer-Mansion-Investments riskant sind und welche konkreten Fehler drohen lesen. Dort lassen sich die besonderen Risiken von Objekten für Single-Haushalte leichter einordnen.

Instandhaltungsrücklage und Verwaltungszustand vor Rendite prüfen

Bei gebrauchten japanischen Mansion-Investments wird der Zustand der Eigentümergemeinschaft leicht übersehen. Ein Wohnungseigentümer besitzt nicht nur seine Einheit, sondern ist auch an Verwaltung und Instandhaltung der gemeinschaftlichen Teile beteiligt. Große Arbeiten an Außenwand, Dachabdichtung, Wasser- und Abwasserleitungen, Aufzug oder mechanischen Parksystemen beeinflussen den Wert des gesamten Gebäudes und seine Vermietbarkeit.

Eine niedrige Instandhaltungsrücklage lässt den monatlichen Cashflow zunächst besser aussehen. Wenn die Rücklage im Verhältnis zum langfristigen Instandhaltungsplan zu niedrig ist, können später Erhöhungen oder Sonderzahlungen entstehen. Besonders bei älteren Gebäuden ist es riskant, ohne Prüfung der bisherigen Reparaturhistorie, geplanter Arbeiten, Rücklagenhöhe und Zahlungsrückstände zu kaufen.

Vor dem Kauf sollte der Makler oder Verkäufer Unterlagen wie den juyo jiko chosa hokokusho (重要事項調査報告書, Bericht über wesentliche Verwaltungs- und Gebäudedaten), den langfristigen Instandhaltungsplan, Protokolle der Eigentümerversammlung, den Stand der Instandhaltungsrücklage sowie Rückstände bei Verwaltungs- und Rücklagenzahlungen bereitstellen. Wenn diese Unterlagen nicht gezeigt werden, Erklärungen vage bleiben oder nur gesagt wird, „bisher gab es keine Probleme“, fehlt eine tragfähige Entscheidungsgrundlage.

Grundlagen und Erhöhungsrisiken der Instandhaltungsrücklage werden ausführlich in Was ist die Instandhaltungsrücklage? Marktwerte, steuerliche Behandlung und Erhöhungsrisiken für Mansion-Investoren erläutert.

Fremdfinanzierung nach Rückzahlungsfähigkeit beurteilen, nicht nur als Hebel

Die Möglichkeit, Fremdkapital einzusetzen, ist ein wesentliches Merkmal japanischer Mansion-Investments. Anleger können Objekte erwerben, die sie nicht allein aus Eigenkapital kaufen könnten, und die Rückzahlung potenziell aus Mieteinnahmen leisten. Gleichzeitig kann ein Kredit nicht nur Gewinne vergrößern, sondern auch Verluste fixieren.

Besonders kritisch sind Vollfinanzierungen und lange Laufzeiten, bei denen die Monatsrate niedrig wirkt, die Restschuld beim Verkauf aber nur langsam sinkt. Wenn das Gebäude altert, die Miete fällt und Banken die Käuferfinanzierung strenger beurteilen, kann der Verkaufspreis unter die Restschuld rutschen. Dann lässt sich die Immobilie nur verkaufen, wenn zusätzlich Eigenmittel eingebracht werden.

Bei Darlehenskonditionen reicht der Blick auf einen niedrigen Zinssatz nicht aus. Zu prüfen sind fester oder variabler Zinssatz, mögliche Mehrbelastung bei steigenden Zinsen, Vorfälligkeits- oder Sondertilgungsgebühren, Bedingungen der dantai shinyo seimei hoken (団体信用生命保険, Gruppen-Kreditlebensversicherung für Darlehensnehmer) und die Frage, ob die Rückzahlung auch bei sinkendem Arbeitseinkommen tragbar bleibt.

Die japanische Finanzaufsicht betont bei Vermögensbildung Haushaltsführung, Lebensplanung und die zweckgerechte Nutzung von Finanzprodukten. Mansion-Investments sind keine Ausnahme. Für DACH-Anleger ist hier ein Unterschied wichtig: Japanische Immobilienfinanzierungen für ausländische oder nicht dauerhaft ansässige Käufer folgen nicht zwingend den aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz vertrauten Beleihungs- und Bonitätsmustern. Neben dem Objekt-Cashflow müssen daher Verschuldungsgrad des gesamten Haushalts und Liquiditätsreserve geprüft werden.

Sublease nicht als „Leerstandsgarantie“, sondern nach Vertragsbedingungen beurteilen

Beim Sublease vermietet der Eigentümer die Einheit an eine Sublease-Gesellschaft, die sie an den Endmieter weitervermietet. Da monatlich eine feste Miete einzugehen scheint, wirkt dieses Modell für Einsteiger attraktiv, die Leerstandsrisiko vermeiden möchten.

Ein Sublease-Vertrag ist jedoch nicht zwingend eine Garantie, dass dieselbe Miete dauerhaft gezahlt wird. Verträge enthalten Regelungen zu Mietanpassung, haftungsfreien Zeiträumen, Kündigung, Kosten der Wiederherstellung, Verwaltungsgebühren und Reparaturlasten. Auch wenn im Verkaufsgespräch von „Mietgarantie“ die Rede ist, kann der Vertrag nach einer bestimmten Zeit eine Mietsenkung erlauben.

Wer Sublease nutzt, sollte die Zahlen mit normaler Vermietung vergleichen. Welche Risiken übernimmt die Sublease-Gesellschaft dafür, dass die Sublease-Miete unter der Marktmiete liegt? Funktioniert die Rückzahlung auch nach einer Mietsenkung? Ist das Objekt selbst vermietbar, falls die Sublease-Gesellschaft kündigt? Erst nach dieser Prüfung ist eine Entscheidung möglich.

Detaillierte Hinweise stehen in Ist ein Sublease-Vertrag wirklich stabil? Verborgene Risiken und das notwendige Wissen zur Fehlervermeidung.

Ein Kauf nur aus Steuergründen ist gefährlich

Im Vertrieb von Mansion-Investments werden steuerliche Vorteile häufig betont. Tatsächlich werden bei der Berechnung von Immobilieneinkünften Mieteinnahmen um notwendige Kosten vermindert, und Abschreibungen oder Reparaturkosten beeinflussen das steuerliche Ergebnis. Die japanische Nationale Steueragentur erklärt ebenfalls, dass Immobilieneinkünfte als „Bruttoeinnahmen minus notwendige Kosten“ berechnet werden.

Steuerersparnis ist aber nicht dasselbe wie Investitionsrendite. Die Steuer sinkt, weil ein Verlust entsteht; daraus wird eine dauerhaft defizitäre Investition nicht automatisch gut. Auch wenn Personen mit hohem Arbeitseinkommen eine Einkommensteuererstattung in Aussicht gestellt wird, muss geprüft werden, ob die Gesamtrechnung inklusive Darlehen, Leerstand, Instandhaltung und möglichem Verkaufsverlust positiv ist.

Die steuerliche Behandlung hängt von persönlicher Einkommenssituation, Gebäudestruktur, Haltedauer, Finanzierung und Art der Kosten ab. Wer Steuereffekte in die Investitionsentscheidung einbezieht, sollte nicht nur der Verkaufserklärung vertrauen, sondern einen Steuerberater oder vergleichbaren Fachberater hinzuziehen.

Die Exit-Strategie vor dem Kauf entwickeln

Die Exit-Strategie wird bei Mansion-Investments am häufigsten aufgeschoben. Eigentlich gehört sie aber vor den Kauf. Denn ob ein Objekt später gut verkäuflich ist, steht ab dem Kaufzeitpunkt in wesentlichen Teilen fest.

Mindestens drei Käufergruppen sollten durchdacht werden. Erstens der Verkauf als Renditeobjekt an Investoren. Diese prüfen Rendite, Miete, Verwaltungskosten, Instandhaltungsrücklage und Finanzierungsmöglichkeiten streng. Zweitens der Verkauf zur Eigennutzung. Dann zählen Grundriss, Größe, Verwaltungszustand und Nutzbarkeit eines Wohnungsdarlehens. Drittens der Verkauf an Ankaufsgesellschaften. Dieser kann schnelle Liquidität bringen, liegt preislich aber häufig unter dem Markt.

Bei Einzimmer-Mansions ist der Verkauf an Eigennutzer oft schwierig. Wird an Investoren verkauft, achten auch diese stark auf die Rendite. Wer beim Kauf zu teuer eingestiegen ist, hat daher wenig Spielraum für einen höheren Verkaufspreis. Ein Objekt, bei dem sich nicht erklären lässt, wer es in fünf oder zehn Jahren kaufen soll, verdient besondere Vorsicht.

Mit einer Checkliste vor dem Kauf riskante Annahmen beseitigen

Bei der Kaufentscheidung sollte nicht nur die Rendite aus dem Verkaufsprospekt zählen, sondern die Widerstandsfähigkeit, wenn Risiken real werden. Die folgende Prüfung ist auch für Einsteiger ein Mindeststandard.

Prüfpunkte Zu prüfen Warnsignal
Preis Vergleichbare Abschlusspreise in der Umgebung, Angebotspreise ähnlicher Objekte, Nettorendite Preis liegt über Markt, wird aber nur mit Steuerersparnis oder Zukunftspotenzial erklärt
Miete Unterschied zwischen aktueller Miete und aktuellen Angebotsmieten in der Umgebung Aktuelle Miete liegt über Markt und dürfte nach Auszug fallen
Leerstand Vermarktungsdauer, Konkurrenzobjekte, Mieterstruktur Nachfrage hängt von einer einzelnen Einrichtung oder Firma ab
Verwaltung Verwaltungsgesellschaft, Eigentümergemeinschaft, Rückstände, Reinigungszustand Protokolle oder Reparaturhistorie werden nur vage erklärt
Instandhaltung Rücklage, langfristiger Instandhaltungsplan, Austausch von Anlagen Rücklage ist zu niedrig oder kommende Arbeiten sind unklar
Finanzierung Zinssatz, Laufzeit, Restschuldentwicklung, Rückzahlungsquote Restschuld dürfte über dem erwarteten Verkaufspreis bleiben
Vertrag Sublease, Verwaltungsvertrag, Kündigungsklauseln Mündliche Erklärung und Vertragstext stimmen nicht überein
Exit Käufergruppen, Liquidität, Finanzierbarkeit für Käufer Schwer an Investoren und Eigennutzer zu verkaufen

Wenn ein Punkt dieser Tabelle nicht erklärt werden kann, besteht kein Grund, sofort zu unterschreiben. Eine gute Investition lässt sich durch Zahlen und Vertragsbedingungen begründen, auch ohne Zeitdruck.

Einsteiger sollten nicht das „kaufbare“, sondern das dauerhaft haltbare Objekt wählen

Am Einstieg in ein Mansion-Investment richtet sich die Aufmerksamkeit oft darauf, ob die Finanzierung genehmigt wird, ob genug Eigenkapital vorhanden ist und ob die Bruttorendite hoch erscheint. Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet jedoch, ob das Objekt auch bei unerwarteten Kosten oder Leerstand gehalten werden kann.

Gerade Einsteiger sollten nicht nur auf hohe Renditen achten, sondern auf Objekte, die sie selbst erklären können. Warum gibt es in dieser Gegend Nachfrage? Warum lässt sich zu dieser Miete ein Mieter finden? Warum ist die Instandhaltungsrücklage angemessen? Warum wird es beim Verkauf Käufer geben? Wer diese Fragen nicht in eigenen Worten beantworten kann, übernimmt möglicherweise Risiken, die er nicht verstanden hat.

Mansion-Investments sind weniger ein Produkt für schnelle große Gewinne als eine unternehmerische Anlageform, die Haushalt, Kredit, Steuern, Verwaltung und Verkauf zusammenführt. Fehler lassen sich eher vermeiden, wenn Entscheidungen auf belasteten Cashflow-Rechnungen beruhen, nicht auf glänzenden Erfolgsgeschichten.

Häufige Fragen (FAQ)

Führen Einzimmer-Investments besonders leicht zu Fehlern?

Einzimmer-Investments sind mit vergleichsweise kleinen Beträgen zugänglich, aber bei nur einer Einheit ist das Leerstandsrisiko nicht gestreut. Solange ein Mieter vorhanden ist, wirkt die Einnahme stabil; nach Auszug fällt die Miete auf null. Ist der Kaufpreis zu hoch, decken Mieteinnahmen Rückzahlung und Fixkosten nur schwer. Gefährlich ist nicht die Einzimmerwohnung an sich, sondern der Kauf ohne Prüfung von Preis, Miete, Verwaltungskosten, Instandhaltungsrücklage und Exit-Strategie.

Verschwindet das Leerstandsrisiko bei einem Sublease-Vertrag?

Nein. Sublease glättet Einnahmeschwankungen bei Leerstand, kann aber je nach Vertrag Mietanpassungen, haftungsfreie Zeiträume, Kündigungsmöglichkeiten und Reparaturlasten enthalten. Entscheidend ist, ob die Rückzahlung auch bei gesenkter Sublease-Miete möglich bleibt und ob das Objekt nach Vertragsende normal vermietbar wäre.

Ist eine niedrige Instandhaltungsrücklage ein Zeichen für besseren Cashflow?

Nicht unbedingt. Eine niedrige Rücklage erhöht scheinbar den monatlichen Überschuss. Wenn sie im Verhältnis zum langfristigen Instandhaltungsplan zu niedrig ist, kann dies später zu Erhöhungen oder Sonderzahlungen führen. Bei älteren Mansions sind Reparaturhistorie, Rücklagenstand, geplante Arbeiten und Zustand der Eigentümergemeinschaft besonders wichtig.

Wann sollte die Exit-Strategie für ein Mansion-Investment geplant werden?

Vor dem Kauf. Der spätere Verkaufspreis hängt von Lage, Alter, Verwaltungszustand, Miete, Rendite und Finanzierungsumfeld der Käufer ab. Nach dem Kauf lassen sich viele Bedingungen nicht mehr ändern. Realistisch ist es, Restschuldentwicklung und erwartbare Verkaufspreise nebeneinanderzustellen und erst dann zu entscheiden, ab welchem Zeitpunkt ein Verkauf mit begrenztem Verlust möglich wäre.

Referenzen

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte