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COLUMN

Was ist eine Betriebsstätten-Haftpflichtversicherung? Leistungen, Prämien und Nutzen für Vermieter

Dieser Leitfaden erklärt die Funktionsweise der Betriebsstätten-Haftpflichtversicherung, ihren Leistungsumfang, übliche Prämien und die Unterschiede zur Feuerversicherung. So erhalten Vermieter einen klaren Überblick über einen wichtigen Baustein des Risikomanagements.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist eine Versicherung, die leistet, wenn Dritten durch Mängel am Gebäude oder durch unzureichende Verwaltung ein Schaden entsteht. Für Eigentümer von Mietobjekten ist sie eine wichtige Absicherung gegen unerwartete Unfallrisiken. In diesem Artikel erläutern wir die Funktionsweise der Betriebshaftpflichtversicherung, ihren Deckungsumfang und die Unterschiede zur Feuerversicherung.

Welche Versicherungen sollten Vermieter in Betracht ziehen?

Mit der Vermietung sind verschiedene Risiken verbunden, daher ist eine Absicherung durch Versicherungen unverzichtbar. Verschaffen wir uns einen Überblick über die wichtigsten Versicherungsarten.

Feuerversicherung

Dies ist eine Versicherung, die Schäden am Gebäude umfassend abdeckt, nicht nur durch Feuer, sondern auch durch Hochwasser, Sturm, Schnee, Blitzschlag, Leitungswasser und Diebstahl. In der Regel versichert der Eigentümer das Gebäude, während der Mieter separat eine Hausratversicherung abschließt.

Erdbebenversicherung

Dies ist eine Versicherung, die Schäden durch Erdbeben, Tsunamis und durch Erdbeben verursachte Brände abdeckt. Zu beachten ist, dass sie nur in Kombination mit einer Feuerversicherung abgeschlossen werden kann. In Japan, einem erdbebengefährdeten Land, ist sie als unverzichtbare Versicherung anzusehen.

Versicherung gegen Folgen eines einsamen Todesfalls

Dies ist eine Versicherung, die Kosten für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands und Mietausfälle infolge eines einsamen Todesfalls eines Mieters abdeckt. Mit dem Fortschreiten der alternden Gesellschaft nimmt ihre Bedeutung zu.

Was ist eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt die Entschädigungszahlungen ab, die ein Eigentümer tragen muss, wenn Dritten, etwa Mietern oder Passanten, durch bauliche Mängel des Gebäudes oder durch mangelhafte Verwaltung Personen- oder Sachschäden entstehen.

Fälle, die unter den Versicherungsschutz fallen

Dazu gehören etwa Verletzungen von Passanten durch herabfallende Fassadenfliesen, Stürze von Mietern infolge eines beschädigten Geländers in Gemeinschaftsbereichen oder Wasserschäden in darunterliegenden Etagen durch gebrochene Zu- oder Abwasserleitungen. Unfälle, die auf die Verwaltung und Instandhaltung des Gebäudes zurückzuführen sind, werden umfassend abgedeckt.

Welche Kosten werden erstattet?

Neben Schadensersatzzahlungen wie Behandlungskosten oder Reparaturkosten werden auch Prozess- und Streitkosten wie Anwaltsgebühren und Gerichtskosten übernommen. Manche Policen enthalten zudem einen Zusatzbaustein zur Unterstützung bei Vergleichsverhandlungen.

Worin unterscheidet sich die Betriebshaftpflichtversicherung von der Feuerversicherung?

Beide beziehen sich auf das Gebäude, doch der Gegenstand der Deckung ist unterschiedlich. Idealerweise sollten beide Versicherungen abgeschlossen werden.

Die Feuerversicherung deckt Schäden am „eigenen Gebäude“

Die Feuerversicherung deckt Schäden am Gebäude selbst ab, die durch Naturkatastrophen oder Unfälle entstehen. Versichert ist also „das eigene Vermögen (das Gebäude)“.

Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt „Schäden gegenüber Dritten“

Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt „Schäden, die anderen zugefügt wurden“, wenn diese durch Mängel am Gebäude oder durch unzureichende Verwaltung entstehen. Durch den Abschluss beider Versicherungen lassen sich Risiken umfassend absichern.

Wie hoch sind die typischen Prämien der Betriebshaftpflichtversicherung?

Die Versicherungsprämie variiert je nach Größe und Nutzung des Gebäudes sowie nach der Höhe der Deckungssumme.

Richtwert für die Prämie

Bei gewöhnlichen Mietobjekten liegt sie in der Regel bei etwa 10.000 bis 30.000 Yen pro Jahr. Bei einer Deckungssumme von 100 Millionen Yen gilt ein Betrag von rund 15.000 Yen pro Jahr als Richtwert. Wird sie als Zusatz zur Feuerversicherung abgeschlossen, kann sie in manchen Fällen günstiger sein.

Worauf sollte man beim Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung achten?

Prüfen Sie die wichtigsten Punkte vor Vertragsabschluss sorgfältig, um die passende Versicherung auszuwählen.

Festlegung der Deckungssumme

Bei schweren Unfällen können Entschädigungszahlungen mehrere zehn Millionen Yen erreichen. Daher empfehlen wir eine Deckungssumme von mindestens 100 Millionen Yen.

Prüfung der Ausschlüsse

Unfälle durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit sowie Schäden durch Naturkatastrophen können vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sein. Bitte prüfen Sie die Versicherungsbedingungen.

Prüfung auf Überschneidungen mit bestehenden Versicherungen

Da die Betriebshaftpflicht in manchen Feuerversicherungen bereits als Zusatz enthalten ist, sollten Sie vor dem Abschluss den Inhalt Ihres bestehenden Versicherungsvertrags prüfen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Q. Sollte man eine Betriebshaftpflichtversicherung unbedingt abschließen?

Es besteht keine gesetzliche Pflicht zum Abschluss, für Eigentümer von Mietobjekten wird sie jedoch nachdrücklich empfohlen. Der Grund ist das Risiko, schon durch einen einzigen Unfall eine Schadensersatzpflicht in Höhe von mehreren Millionen bis mehreren zehn Millionen Yen tragen zu müssen.

Q. Sind auch Schäden abgedeckt, die vom Mieter verursacht wurden?

Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt Unfälle ab, die auf der Verwaltungspflicht des Eigentümers beruhen. Schäden, die durch ein Verschulden des Mieters entstehen, werden durch dessen eigene private Haftpflichtversicherung abgedeckt.

Q. Wo kann man eine Betriebshaftpflichtversicherung abschließen?

Sie kann bei Schadenversicherern abgeschlossen werden. Üblicherweise wird sie als Zusatz zur Feuerversicherung eingeschlossen, ein eigenständiger Vertrag ist jedoch ebenfalls möglich.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte