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Wie Human Capital Management Personalentwicklung mit Unternehmenswert verbindet

## Wachstum von „Human Assets“ ist keine „gute Sache“, sondern eine Managementaufgabe

Zuletzt aktualisiert: Etwa 6 Min. Lesezeit

Wachstum von „Human Assets“ ist keine „gute Sache“, sondern eine Managementaufgabe

INA&Associates株式会社 (im Folgenden „INA“) verwendet im Japanischen bewusst nicht nur das übliche Wort „人材“ (jinzai, Personal oder Humanressourcen), sondern „人財“ (ebenfalls jinzai, wörtlich „menschliches Vermögen“). Damit wird ausgedrückt, dass Menschen nicht als zu verbrauchende Arbeitskraft verstanden werden, sondern als Vermögen, das fortlaufend Wert schafft.

Dieser Artikel behandelt ausdrücklich den japanischen Kontext: japanische Immobilienunternehmen, japanische Personalpraktiken und das in Japan diskutierte Konzept „人的資本経営“ (jinteki shihon keiei, Human Capital Management als wertorientierte Unternehmensführung). Für Anlegerinnen und Anleger aus der DACH-Region ist wichtig, dass Japan hier stärker über langfristige Vertrauensbildung, interne Ausbildung und organisatorische Reproduzierbarkeit spricht, während in deutschsprachigen Märkten häufiger formale Berufsprofile, Zertifizierungen und Compliance-Prozesse im Vordergrund stehen.

Allein zu sagen, dass man Human Assets schätzt, ist jedoch noch kein Human Capital Management. Erst wenn eine Struktur geschaffen wird, in der eingestellte Mitarbeitende im operativen Geschäft lernen, fair bewertet werden, Chancen zur Übernahme anspruchsvoller Aufgaben erhalten, die Qualität der Kundenbetreuung erhöhen und dadurch der Unternehmenswert steigt, wird Personalentwicklung zu einem Managementsystem.

Für Immobilienunternehmen ist die Entwicklung von Human Assets nicht bloß interne Schulung. Sie hängt unmittelbar mit der Fähigkeit zusammen, Unsicherheiten von Kundinnen und Kunden zu erkennen, Informationen korrekt zu behandeln, rechtliche, finanzielle, objektbezogene und lebensplanerische Fragen miteinander zu verbinden und Vertrauen aufzubauen. Mit anderen Worten: Wenn Menschen wachsen, steigt die Servicequalität. Und wenn die Servicequalität steigt, wirkt sich das auf Kundenzufriedenheit, Empfehlungen, Rekrutierungsstärke, Markenvertrauen und Profitabilität aus.

Beim Thema Human Capital Management und Personalentwicklung ist entscheidend, den Wunsch „Mitarbeitende sollen wachsen“ in die Frage zu übersetzen: „In welcher Umgebung lässt sich Wachstum reproduzierbar machen?“

Was Human Capital Management bedeutet

Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (経済産業省, METI) beschreibt Human Capital Management als eine Form der Unternehmensführung, die Menschen als Kapital begreift und deren Wert maximal zur Geltung bringt, um den mittel- bis langfristigen Unternehmenswert zu steigern. Entscheidend ist dabei, Investitionen in Menschen nicht auf Sozialleistungen oder Schulungen zu beschränken, sondern sie mit der Unternehmensstrategie zu verbinden.

Für Unternehmen sind Menschen zum Zeitpunkt der Einstellung kein bereits fertiggestelltes Anlagegut. Ihr Wert verändert sich durch Erfahrung, Lernen, Einsatzbereiche, Bewertung, Delegation von Verantwortung, Dialog mit Vorgesetzten und Kundenkontakt. Deshalb ist Personalentwicklung nicht allein Aufgabe der Personalabteilung, sondern ein Managementthema, an dem Geschäftsleitung, operative Verantwortliche, Führungskräfte und die Mitarbeitenden selbst gemeinsam arbeiten müssen.

In Unternehmen, die Human Capital Management praktizieren, werden folgende Fragen wichtig:

  • Ist das für die Geschäftsstrategie benötigte Profil von Human Assets klar definiert?
  • Gibt es nach der Einstellung ein Umfeld, in dem diese Person wachsen kann?
  • Bewertet das Beurteilungssystem nicht nur Ergebnisse, sondern auch wachstumsförderndes Verhalten?
  • Konzentrieren sich Chancen zur Herausforderung nicht nur auf wenige Personen?
  • Wird Karriereunterstützung nicht allein der einzelnen Person überlassen?
  • Hängt die Qualität der Kundenbetreuung nicht nur vom individuellen Einsatz ab?

Wenn man Menschen als Vermögen bezeichnet, braucht es auch ein System, das ihren Wert erhöht.

Warum Personalentwicklung in Immobilienunternehmen direkt mit Unternehmenswert verbunden ist

Die Immobilienbranche ist ein Sektor, in dem die Produkte hohe Werte haben, Transaktionen selten stattfinden und die Informationsasymmetrie auf Kundenseite groß ist. Entscheidungen über Wohnungskauf, Miete, Verwaltung, Verkauf, Investment und Erbschaft beeinflussen das Leben und den Vermögensaufbau. Deshalb achten Kundinnen und Kunden nicht nur auf Objektinformationen, sondern auch darauf, ob sie der zuständigen Person vertrauen können.

Portal-Websites, KI-Bewertungen, elektronische Verträge und Online-Besichtigungen erhöhen die Effizienz in der Immobilienarbeit. Gleichzeitig bleibt die Aufgabe, individuelle Umstände zu verstehen, Risiken zu erklären und nachvollziehbare Entscheidungen zu unterstützen, weiterhin beim Menschen. Gerade weil die Informationsmenge zunimmt, werden Erklärungskompetenz und Aufrichtigkeit der zuständigen Person in Situationen, in denen Kundinnen und Kunden unsicher sind, noch wichtiger.

Für DACH-Investoren ist dieser Punkt besonders relevant: In Japan kann der Wert einer Immobilienfirma stark davon abhängen, ob Beratung, Nachbetreuung und Vertrauensaufbau im Team zuverlässig reproduzierbar sind. In Deutschland, Österreich oder der Schweiz erwartet man oft stärker formalisierte Prozess- und Haftungsstrukturen; in Japan spielen zusätzlich Beziehungspflege, sorgfältige Erklärung und organisatorisch gelernte Kundenbetreuung eine zentrale Rolle.

Personalentwicklung in Immobilienunternehmen führt deshalb zu Unternehmenswert, weil folgende Kette entsteht:

  • Wenn Grundlagenwissen steigt, steigt die Genauigkeit der Erklärungen.
  • Wenn das Kundenverständnis tiefer wird, steigt die Präzision der Vorschläge.
  • Wenn das Bewertungssystem geordnet ist, wird Verhalten gefördert, das nicht nur auf kurzfristigen Umsatz zielt.
  • Wenn es Chancen zur Herausforderung gibt, wachsen Verantwortliche der nächsten Generation heran.
  • Wenn Karriereunterstützung vorhanden ist, verbessern sich Bindung und Aufbau von Fachwissen.
  • Wenn die Qualität der Kundenbetreuung steigt, entstehen eher Empfehlungen und Wiederbeauftragungen.

Human Capital Management in der Immobilienbranche ist keine Frage bloßer Haltung, sondern auch Qualitätsmanagement an den Kundenkontaktpunkten.

Entwicklung nach der Einstellung nicht dem Standort oder Team überlassen

Einstellung ist der Eingang zur Personalentwicklung, aber Einstellung allein macht ein Unternehmen nicht stärker. Wenn unklar ist, was eine Person nach der Einstellung lernen soll, von wem sie Feedback erhält und ab welcher Stufe ihr Kundenbetreuung anvertraut wird, hängt die Wachstumsgeschwindigkeit stark von Einsatzort und Passung mit der Führungskraft ab.

Gerade in Immobilienunternehmen ist praktische Erfahrung wichtig. Doch Menschen wachsen nicht automatisch, nur weil sie ins operative Geschäft geschickt werden. Um Praxiserfahrung in Lernen zu verwandeln, braucht es die Zerlegung von Aufgaben, Begleitung, Reflexion, Wissenschecks, Rollenspiele und Reviews der Kundenbetreuung. „OJT“ (On-the-Job Training, im japanischen Unternehmensalltag häufig als OJT bezeichnet) meint dabei nicht bloß Mitlaufen, sondern strukturiertes Lernen im realen Geschäft.

Entwicklungsbereich Risiko, wenn es dem operativen Alltag überlassen wird Wirkung bei Systematisierung
Objekt- und Vertragswissen Falsche Erklärungen und ausgelassene Prüfungen treten leichter auf Die Erklärungsqualität stabilisiert sich
Kundenbefragung Die Tiefe schwankt je nach zuständiger Person Die Genauigkeit der Bedarfserfassung steigt
Verkaufsgespräche und Besichtigungen Die Betreuung tendiert zu verkaufsgetriebenem Verhalten Vorschläge mit höherer Nachvollziehbarkeit nehmen zu
Beschwerdebearbeitung Sie hängt nur von individueller Erfahrung ab Erstreaktion und Vermeidung von Wiederholungen werden schneller
Reflexion Fehler werden nicht als Lernen gespeichert Verbesserungen werden zu Organisationswissen

Ziel der Entwicklung ist nicht, Mitarbeitende zu kontrollieren. Ziel ist, gute Betreuung reproduzierbar zu machen, Fehler nicht als individuelle Schuld enden zu lassen und sie in organisationales Lernen zu verwandeln.

Bewertungssysteme bestimmen die Richtung des Wachstums von Human Assets

Ein Bewertungssystem vermittelt Mitarbeitenden, welches Verhalten das Unternehmen als wertvoll betrachtet. Wenn nur Umsatz stark bewertet wird, richtet sich Verhalten auf kurzfristige Ergebnisse. Wenn nur Kundenzufriedenheit bewertet wird, kann das Bewusstsein für Profitabilität schwächer werden. Wenn nur Wissenserwerb bewertet wird, wird die Verbindung zu praktischen Ergebnissen dünn.

Ein Bewertungssystem im Human Capital Management muss sowohl Ergebnisse als auch Prozesse betrachten. In einem Immobilienunternehmen zählen nicht nur Vertragsabschlüsse und Umsatz, sondern auch Genauigkeit von Erklärungen, Vertrauen der Kundinnen und Kunden, Wissensaustausch im Team, Ausbildung jüngerer Kolleginnen und Kollegen, Compliance-Bewusstsein und reproduzierbares Verhalten.

Entscheidend ist nicht, die Zahl der Bewertungspunkte zu erhöhen, sondern die vom Management gewünschten Wachstumsverhaltensweisen klar zu machen. Wenn ein Unternehmen etwa „Kunde zuerst“ betont, sollte auch Verhalten bewertet werden, bei dem Informationen, die für Kundinnen und Kunden nachteilig sein könnten, frühzeitig erklärt werden. Wenn „Herausforderung“ betont wird, muss auch das Lernen aus Misserfolgen bei neuen Aufgaben betrachtet werden.

Das Bewertungssystem dient nicht nur der Vergütungsentscheidung. Es ist eine Managementbotschaft, die die Richtung des Wachstums von Human Assets festlegt.

Ohne Chancen zur Herausforderung wachsen Menschen schwerer

Schulungen sind in der Personalentwicklung wichtig, doch ein großer Teil des Wachstums entsteht aus praktischen Herausforderungen. Einen etwas schwierigeren Fall betreuen, Hauptverantwortung für Kundenkontakt übernehmen, an einem Verbesserungsprojekt teilnehmen, bei Bewerbungsgesprächen dabei sein, jüngere Kolleginnen und Kollegen anleiten: Solche Erfahrungen verwandeln Wissen in praktische Kompetenz.

Es reicht jedoch nicht, nur Chancen zur Herausforderung zu geben. Herausforderungen brauchen Ziel, Befugnis, Unterstützung und Reflexion. Wenn nur Verantwortung übertragen wird, ohne den übertragenen Bereich zu klären, wird die betroffene Person unsicher und das Umfeld kann schwerer unterstützen. Umgekehrt wächst die Urteilskraft der Person nicht, wenn Vorgesetzte alles vorwegnehmen.

Um Herausforderungen in Personalentwicklung zu verwandeln, ist folgende Gestaltung wirksam:

  • Den Umfang der anvertrauten Aufgabe klar definieren
  • Bereiche, in denen Fehler erlaubt sind, von Standards trennen, die unbedingt einzuhalten sind
  • Ansprechpersonen für Situationen festlegen, in denen die Entscheidung unklar ist
  • Nach einem Fall nicht nur das Ergebnis, sondern den Entscheidungsprozess reflektieren
  • Nicht nur Erfolgsbeispiele, sondern auch Verbesserungsbereiche in der Organisation teilen

Herausforderung ist kein Sich-selbst-Überlassen. Es geht darum, die Qualitätsstandards des Unternehmens zu wahren und zugleich Raum zu schaffen, in dem die Person selbst denken kann.

Karriereunterstützung ist keine Bindungsmaßnahme, sondern Wertschöpfung

Karriereunterstützung wird häufig als Teil der Fluktuationsvermeidung oder der Sozialleistungen beschrieben. Aus Sicht des Human Capital Managements ist Karriereunterstützung jedoch eine wichtige Investition zur Steigerung des Unternehmenswerts.

In einem Unternehmen, in dem Mitarbeitende kein Bild ihrer eigenen Zukunft entwerfen können, wird die tägliche Arbeit leicht zur bloßen Abarbeitung unmittelbarer Aufgaben. Wenn dagegen Wege sichtbar sind, Fachwissen zu vertiefen, ins Management zu gehen oder an neuen Geschäftsbereichen und Systemaufbau mitzuwirken, fällt es der Person leichter, einen Grund zum Lernen zu sehen.

In Immobilienunternehmen gibt es nicht nur eine Karriereoption. Vertrieb, Mietverwaltung, Kauf- und Verkaufsvermittlung, Investmentberatung, Asset Management, Marketing, Recruiting, Ausbildung, Filialbetrieb und DX-Förderung sind unterschiedliche Fachfelder. Das Wesentliche der Karriereunterstützung besteht darin, die Stärken der Person zu erkennen und mit Wachstumsfeldern des Unternehmens zu verbinden.

Karriereunterstützung bedeutet nicht, Mitarbeitenden zu sagen: „Entwickeln Sie sich frei.“ Sie bedeutet, die Überschneidung zwischen Fähigkeiten, die das Unternehmen benötigt, und Fähigkeiten, die die Person ausbauen möchte, zu finden und in konkrete Erfahrungsmöglichkeiten zu übersetzen.

Qualität der Kundenbetreuung ist das sichtbare Ergebnis von Human Capital

Human Capital erscheint nicht unmittelbar als Vermögenswert in der Bilanz. Doch in der Qualität der Kundenbetreuung werden die Ergebnisse der Personalentwicklung sichtbar: erste Reaktion auf Anfragen, Genauigkeit der Erklärungen, Nachvollziehbarkeit der Vorschläge, Aufrichtigkeit bei Problemen und Betreuung nach Vertragsabschluss. All dies spiegelt wider, wie ein Unternehmen Menschen entwickelt.

Bei Immobilientransaktionen verfügen Kundinnen und Kunden häufig nicht über Fachwissen. Deshalb ist wichtig, was die zuständige Person erklärt, was sie prüft und welche Punkte sie als Risiken benennt. Auch Erklärungen, die kurzfristig nicht zum Abschluss führen, schaffen langfristig Vertrauen.

Für konservative langfristige Investoren aus der DACH-Region ist das auch eine wirtschaftliche Frage: In EUR gedacht ist der einzelne Immobilienvorgang häufig groß genug, dass ein Vertrauensfehler erhebliche Reputations- und Folgekosten auslösen kann. Während deutschsprachige Anleger oft zuerst auf Kennzahlen, Vertragsdokumentation und Regulierung achten, sollte bei japanischen Betreibern zusätzlich geprüft werden, ob Kundenbetreuung als wiederholbarer organisatorischer Prozess verankert ist.

Um die Qualität der Kundenbetreuung zu erhöhen, darf man sich nicht allein auf die Persönlichkeit einzelner Mitarbeitender verlassen. Durch Teilen von Betreuungshistorien, Prüfabläufe für wichtige Angelegenheiten, Reviews von Beschwerdefällen, Kundenumfragen und Reflexionen nach Verkaufsgesprächen muss gute Betreuung als Organisation gesammelt werden.

Die Ergebnisse der Personalentwicklung enden nicht intern. Sie zeigen sich in dem Moment, in dem Kundinnen und Kunden spüren: „Es war gut, dieses Unternehmen konsultiert zu haben.“

Das Management sollte nicht nur Umsatzkennzahlen betrachten

Um Human Capital Management zu praktizieren, braucht es auch eine Perspektive zur Messung von Ergebnissen. Wenn die Wirkung der Personalentwicklung jedoch vollständig am kurzfristigen Umsatz gemessen wird, übersieht man langfristigen Wert. Kennzahlen, die mit Unternehmenswert verbunden sind, sollten finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen kombinieren.

Zu betrachtender Bereich Beispielkennzahlen Bedeutung für das Management
Entwicklung Schulungsteilnahmequote, Qualifikationserwerb, OJT-Fortschritt, Quote durchgeführter Gespräche Werden Wachstumschancen bereitgestellt?
Bewertung Akzeptanz der Bewertung, Feedbackhäufigkeit, Verständnis der Beförderungskriterien Fördert das Bewertungssystem wachstumsorientiertes Verhalten?
Herausforderung Zahl der Beteiligungen an neuen Fällen, Zahl der Verbesserungsvorschläge, Nachweise erweiterter Rollen Wachsen Human Assets der nächsten Generation heran?
Kundenbetreuung Kundenzufriedenheit, Empfehlungsquote, Wiederholungsrate von Beschwerden, Reaktionsgeschwindigkeit Verbessert sich die Servicequalität?
Organisation Bindungsrate, Engagement, interne Ausschreibungen und Versetzungen Ist es ein Umfeld, in dem Human Assets langfristig Wert entfalten können?
Unternehmenswert Zahl der Bewerbungen, Markenpräferenz, Profitabilität, Wiederholungsquote Sind Investitionen in Menschen mit Geschäftsergebnissen verbunden?

Mehr Kennzahlen sind nicht automatisch besser. Entscheidend ist, Kennzahlen auszuwählen, die mit der Unternehmensstrategie verbunden sind, und sie regelmäßig zu überprüfen. Wer nur Zahlen verfolgt, formalisiert das System. Wer gar keine Zahlen betrachtet, lässt Verbesserungsbereiche unklar.

Die praktischen Achsen der Personalentwicklung aus Sicht von INA

Für INA bedeutet Personalentwicklung nicht, Mitarbeitenden einseitig Wachstum abzuverlangen. Es ist ein Kreislauf, in dem das Unternehmen Wachstumschancen schafft, die Person selbstbestimmt lernt, das Gelernte im operativen Geschäft anwendet und daraus Wert für Kundinnen und Kunden entsteht.

Besonders wichtig sind die folgenden 5 praktischen Achsen:

  • Entwicklung nach der Einstellung nicht dem operativen Alltag überlassen
  • Gewünschtes Verhalten durch das Bewertungssystem klar machen
  • Chancen zur Herausforderung planvoll bereitstellen
  • Karriereunterstützung mit dem Wachstum der Person und des Unternehmens verbinden
  • Qualität der Kundenbetreuung als Organisation erhöhen

Die Auffassung, dass Human Assets das größte Vermögen des Unternehmens sind, reicht als Leitbild allein nicht aus. Erst wenn sie in tägliches Management, Bewertung, Art der Delegation und Standards der Kundenbetreuung übersetzt wird, wird sie zur Unternehmenskultur.

Ziel von Human Capital Management und Personalentwicklung ist nicht, Mitarbeitende an das Unternehmen anzupassen. Ziel ist, das Potenzial jeder einzelnen Person in Geschäftswert zu verwandeln und zugleich den Wert zu erhöhen, den das Unternehmen Kundinnen, Kunden und der Gesellschaft bietet.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen „人材“ und „人財“?

Allgemein bezeichnet „人材“ (jinzai) Menschen als Ressourcen, die für Geschäftstätigkeiten benötigt werden. „人財“ (ebenfalls jinzai) betont dagegen die Sichtweise, Menschen als Vermögen zu betrachten, das Wert schafft. INA verwendet „人財“, weil Menschen nicht als zu verbrauchende Arbeitskraft verstanden werden, sondern als Personen, die lernen, Erfahrungen sammeln und Wert an Kundinnen, Kunden und Organisation zurückgeben.

Bedeutet Human Capital Management dasselbe wie Personalentwicklung?

Nein. Personalentwicklung ist eine wichtige Maßnahme innerhalb des Human Capital Managements. Human Capital Management verbindet Einstellung, Einsatz, Entwicklung, Bewertung, Vergütung, Karriereunterstützung, Organisationskultur und Offenlegung mit der Unternehmensstrategie und richtet sie auf die Steigerung des Unternehmenswerts aus. Wenn nur Personalentwicklung betrieben wird, diese aber nicht mit Bewertungssystemen oder Chancen zur Herausforderung verbunden ist, bleibt die Wirkung begrenzt.

Was ist bei der Personalentwicklung in Immobilienunternehmen am wichtigsten?

Wichtig ist, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern es mit der Qualität der Kundenbetreuung zu verbinden. In Immobilienunternehmen werden Objekt- und Vertragswissen, Verständnis rechtlicher Regeln, Rücksicht auf Finanzierung und Lebensplanung, Verhandlungskompetenz und Rechenschaft über Erklärungen verlangt. Wenn diese Punkte nur individueller Erfahrung überlassen werden, schwankt die Qualität. Deshalb ist es wichtig, OJT, Begleitung, Reflexion, Bewertungssysteme und Kundenfeedback zu kombinieren.

Spiegelt sich Personalentwicklung sofort im Unternehmenswert wider?

In manchen Fällen zeigt sie sich kurzfristig im Umsatz, doch häufig wirkt sie mittel- bis langfristig. Entwickelte Human Assets beeinflussen den Unternehmenswert durch Kundenzufriedenheit, Empfehlungen, Wiederbeauftragungen, Prozessverbesserungen, geringere Fluktuation, stärkere Rekrutierung und Aufbau von Führungskräftenachwuchs. Deshalb sollte man nicht nur kurzfristigen Umsatz betrachten, sondern auch Qualität der Kundenbetreuung, Bindung, Akzeptanz der Bewertung und Chancen zur Herausforderung.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte