Ein Fertighaus ist eine Bauweise, die "Prefabricated (bereits vorgefertigt)" bedeutet. Die Bauteile werden im Werk produziert und vor Ort montiert. Viele verbinden damit provisorische Unterkünfte, doch in den letzten Jahren sind auch gestalterisch hochwertige Produkte hinzugekommen, sodass Fertighäuser als Option für das eigene Zuhause zunehmend Beachtung finden.
Wie hoch ist das übliche Preisniveau für Fertighäuser?
Der Preis eines Fertighauses wird in Japan üblicherweise auf Basis des Preises pro Tsubo berechnet. Bei Fertighäusern für Wohnzwecke liegt der marktübliche Preis pro Tsubo bei etwa 500.000 bis 700.000 Yen.
| Bauweise | Preis pro Tsubo |
|---|---|
| Stahlrahmen | 650.000 bis 800.000 Yen |
| Modulsystem | 650.000 bis 800.000 Yen |
| Holzsystem | 650.000 bis 800.000 Yen |
| Betonsystem | 750.000 bis 900.000 Yen |
Beim Modultyp ist der Anteil der Fertigung im Werk am höchsten. Selbst Böden, Decken, Wände, Küchen und Bäder werden bereits im Werk eingebaut. Kennzeichnend sind die kurze Bauzeit und die vergleichsweise gute Kostenkontrolle. Wer ein gebrauchtes Fertighaus kauft, kann die Kosten zusätzlich senken.
Welche Vorteile bietet das Wohnen in einem Fertighaus?
Fertighäuser bieten eigene Vorteile, die klassische individuell geplante Häuser in dieser Form nicht haben.
Die Bauzeit lässt sich deutlich verkürzen
Da die Bauteile vorab im Werk gefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert werden, lässt sich die Bauzeit im Vergleich zu einem klassischen individuell geplanten Haus deutlich verkürzen. Auch die Kosten für eine Zwischenunterkunft können sinken.
Klare Kostenbasis mit geringen Abweichungen zum Angebot
Da die Bauteile zentral im Werk produziert und verwaltet werden, ist die Kostenbasis klar. Dass es nur selten größere Abweichungen zwischen Angebot und tatsächlichem Preis gibt, ist ein wichtiger Vorteil für eine verlässliche Finanzplanung.
Gleichmäßige Qualität und konstante Ausführung
Die Bauteile werden in Werken gefertigt, die moderne Technologien wie Computer und Roboter einsetzen. Dadurch ist eine gleichmäßige Qualität gewährleistet, die nicht von den individuellen Fähigkeiten der Ausführenden abhängt.
Welche Nachteile haben Fertighäuser?
Neben den Vorteilen gibt es auch Nachteile, die man vor dem Kauf kennen sollte.
Die Wohnfläche fällt oft kleiner aus
Da bei dieser Bauweise vorgefertigte Produkte zusammengesetzt werden, ist eine Anpassung an die Form des Grundstücks schwieriger. Im Vergleich zu einem individuell geplanten Haus fällt die Fläche daher oft kleiner aus.
Je nach Grundstück ist eine Bebauung nicht immer möglich
Auf dreieckigen oder sehr kleinen Grundstücken sowie auf Flächen mit baurechtlichen Höhen- oder Abstandsbegrenzungen kann es Fälle geben, in denen kein Fertighaus errichtet werden kann.
Geringere Freiheit bei der Planung
Detaillierte Wünsche oder besondere Vorstellungen zum Grundriss lassen sich nur schwer umsetzen. Für Menschen mit sehr hohen Ansprüchen an ihr Eigenheim ist diese Bauweise daher nicht immer geeignet.
Umfangreiche Umbauten sind schwierig
Grundrissänderungen oder Umbauten, die die tragende Struktur betreffen, sind technisch anspruchsvoll. Selbst wenn sie möglich sind, fallen die Kosten oft hoch aus. Wer spätere Umbauten plant, sollte diesen Punkt daher früh berücksichtigen.
Häufige Fragen (FAQ)
F. Wie lange ist die Nutzungsdauer eines Fertighauses?
Die gesetzliche Nutzungsdauer liegt bei Leichtstahlkonstruktionen bei 19 bis 27 Jahren. Mit einer angemessenen Wartung ist eine tatsächliche Nutzung über diesen Zeitraum hinaus jedoch möglich.
F. Kann man für ein Fertighaus auch eine Baufinanzierung nutzen?
Ja, bei Fertighäusern großer Haushersteller ist die Nutzung einer üblichen Baufinanzierung in der Regel möglich.
F. Sind Fertighäuser erdbebensicher?
Bei Fertighäusern mit Stahlrahmen wird die Erdbebensicherheit durch statische Berechnungen sichergestellt. Es gibt viele Produkte, deren Erdbebenfestigkeit der von Holzhäusern entspricht oder diese sogar übertrifft.