Kakerlaken gelten oft als Schädlinge, die in jeder Art von Wohnung auftreten können. Viele Menschen glauben jedoch, dass sie in Hochhauswohnungen nicht eindringen können. Tatsächlich treten Kakerlaken aber auch in oberen Stockwerken auf. Im Folgenden erläutern wir, warum Kakerlaken in Mehrfamilienhäusern vorkommen, über welche Wege sie eindringen und welche Gegenmaßnahmen wirksam sind.
Wo dringen Kakerlaken ein?
Kakerlaken dringen auf der Suche nach Wasser und Nahrung über verschiedene Wege in Wohnungen ein. Die wichtigsten Eintrittswege zu kennen, ist der erste Schritt zu einer wirksamen Vorbeugung.
Balkon
Kakerlaken können vom Boden hochkriechen und über den Balkon eindringen. Gerade Balkone, die häufig genutzt werden, etwa beim Wäscheaufhängen, bleiben leicht einmal versehentlich offen. Kakerlaken lassen selbst kleine Spalten nicht ungenutzt.
Eingangstür
Kakerlaken können wie Menschen auch durch die Eingangstür hereinkommen. Sie sind zudem in der Lage, in Deckennähe entlangzukriechen und einzudringen. Besonders in Wohnanlagen, bei denen Briefkasten und Tür eine Einheit bilden, ist das Risiko höher.
Abfluss
Besonders lästig ist, dass Kakerlaken auch über Abflüsse eindringen können. Sie bevorzugen feuchte Orte wie Abflüsse. Deshalb ist bei Bereichen mit Abwasserleitungen, etwa in Küche, Bad oder rund um die Waschmaschine, besondere Vorsicht geboten.
Klimaanlagen-Schlauch
Auch über den Schlauch, der von der Außeneinheit der Klimaanlage ausgeht, können sie eindringen. Da sie selbst Spalten von nur wenigen Zentimetern passieren können, ist Vorsicht geboten.
Warum treten Kakerlaken auch in Mehrfamilienhäusern auf?
Der Hauptgrund dafür, dass Kakerlaken auch in Mehrfamilienhäusern auftreten, ist ihre Fähigkeit zu fliegen. Zwar bewegen sie sich dabei eher von höher gelegenen zu tieferen Punkten, doch es heißt, dass sie bis etwa zum dritten Stock eines Gebäudes fliegen können. Die ungefähre jährliche Fundhäufigkeit nach Stockwerk ist wie folgt.
- 1. bis 5. Stock: durchschnittlich 3,5-mal pro Jahr
- 6. bis 10. Stock: durchschnittlich 1,2-mal pro Jahr
- 11. Stock und höher: durchschnittlich 0,7-mal pro Jahr
Mit zunehmender Höhe nimmt die Häufigkeit zwar ab, sie sinkt aber nicht auf null. Da Kakerlaken dazu neigen, an einem Ort zu bleiben, sobald sie eine zugängliche Wohnung gefunden haben, sind frühe Gegenmaßnahmen wichtig.
Warum sollte man den Kakerlakenschutz im Frühling verstärken?
Die Eier von Kakerlaken beginnen zu schlüpfen, wenn die Temperatur über 20 °C steigt. Wer bereits im Frühling vor dem Temperaturanstieg Maßnahmen ergreift, kann einen starken Befall im Sommer verhindern.
- Ein rauchfreies Insektizid in Nebelform verwenden
- Giftköder (Black Cap und Borsäure-Kugeln) oder Klebefallen aufstellen
- Mit Kräutern, Aromen oder Pfefferminzöl fernhalten
In Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist besondere Vorsicht bei der Platzierung von Giftködern erforderlich.
Welche drei konkreten Maßnahmen gegen Kakerlaken gibt es?
Ein vollständiges Verhindern des Eindringens ist schwierig, doch mit den folgenden drei Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich senken.
Auf den Umgang mit Küchenabfällen und Lebensmitteln achten
Kakerlaken suchen mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn nach Nahrung. Sie werden nicht nur von Fäulnisgerüchen angezogen, sondern mögen auch den Geruch von Gemüse wie Zwiebeln und Kartoffeln sowie den Gärgeruch von Bier. Küchenabfälle sollten daher sofort entsorgt und Gemüse im Gemüsefach aufbewahrt werden. Da Kakerlaken Pfefferminzöl und Zitrusdüfte meiden, ist es wirksam, solche Düfte an leicht zugänglichen Eintrittsstellen zu versprühen.
Eintrittswege so weit wie möglich verschließen
Eintrittswege wie Spalten an Türen und Fenstern, Lüftungsöffnungen oder Abflüsse sollten physisch verschlossen werden. Wirksam ist es, Spalten mit Klebeband oder Filtern abzudecken und an Abflüssen Siebe oder Netze anzubringen. Unter Bezug auf die durchschnittlichen Kosten der Schädlingsbekämpfung kann auch die Beauftragung eines professionellen Bekämpfungsdienstes eine sinnvolle Option sein.
Bekämpfungsmittel nutzen
Auch wenn Sie eine Kakerlake entdecken und beseitigen, können sich weitere Tiere verborgen halten. Rauchfreie Insektizide in Nebelform sind auch in Mehrfamilienhäusern gut einsetzbar und wirken in Kombination mit Black Cap oder Gokiburi Hoihoi noch effektiver.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F. Treten in oberen Stockwerken von Mehrfamilienhäusern keine Kakerlaken auf?
Ganz ausschließen lässt sich das nicht. Selbst ab dem 11. Stock gibt es Meldungen über durchschnittlich etwa 0,7 Funde pro Jahr. Im Vergleich zu unteren Stockwerken ist die Häufigkeit jedoch deutlich geringer.
F. Sollte man schon vor dem Einzug Maßnahmen gegen Kakerlaken ergreifen?
Ja, am wirksamsten ist es, bereits vor dem Einzug Eintrittswege zu verschließen und Giftköder aufzustellen. Vorbeugung ist kostengünstiger und weniger aufwendig als Maßnahmen nach dem Einzug.
F. Welche Gerüche mögen Kakerlaken nicht?
Pfefferminzöl, Lavendel und Zitrusdüfte gelten als Gerüche, die Kakerlaken meiden. Werden sie an leicht zugänglichen Stellen eingesetzt, ist eine abschreckende Wirkung zu erwarten.
F. Was ist die wirksamste Methode zur Kakerlakenbekämpfung in Mehrfamilienhäusern?
Am wirksamsten ist die Kombination aus dem Verschließen von Eintrittswegen und dem Auslegen von Giftködern. Werden diese Maßnahmen vorbeugend im frühen Frühling umgesetzt, lässt sich ein starker Befall im Sommer verhindern.
F. Wann schlüpfen Kakerlakeneier?
Das Schlüpfen beginnt, wenn die Temperatur über 20 °C steigt. In Japan nimmt die Aktivität meist ab April bis Mai zu, weshalb Maßnahmen vor dem Frühling besonders wichtig sind.