Wenn in einer Wohnung Schädlinge auftreten, kann das gesundheitliche Schäden und psychischen Stress verursachen. Bei einem geringen Befall lässt sich die Bekämpfung manchmal selbst durchführen, bei einem massiven Befall ist die Beauftragung eines Profis jedoch unverzichtbar. In diesem Artikel erläutern wir die üblichen Kosten der Schädlingsbekämpfung nach Schädlingsart und stellen zudem wichtige Punkte bei der Auswahl eines Dienstleisters sowie Präventionsmaßnahmen vor.
Welche Arten von Schädlingen treten in Wohnungen auf?
In Wohnräumen kommen sehr unterschiedliche Schädlinge vor. Prüfen wir die wichtigsten Schädlinge und ihre Merkmale.
Kakerlaken
Sie sind die typischsten Schädlinge und bergen ein hohes Hygienerisiko.In Restaurants und Mehrfamilienhäusern ist ihre Vermehrungsfähigkeit besonders stark, sodass man bei einer gesichteten Kakerlake davon ausgehen sollte, dass bereits Dutzende vorhanden sind.
Termiten
Diese Schädlinge verursachen erhebliche Schäden an Holzbauten. Sie fressen tragende Bauteile wie Pfeiler und Fundamente an, und wenn sie unbehandelt bleiben, kann die Erdbebensicherheit des Gebäudes deutlich sinken.
Milben
Sie sind so klein, dass man sie kaum sehen kann, können aber Allergien auslösen. Besonders häufig befinden sie sich in Teppichen und Bettwaren und vermehren sich leicht in warmen und feuchten Umgebungen.
Bienen und Wespen
Hornissen und Feldwespen können Menschen stechen, und da sie einen anaphylaktischen Schock auslösen können, sollte man die Bekämpfung nicht selbst durchführen.
Schmetterlingsmücken
Sie entstehen an unhygienischen Wasserstellen wie Abflüssen oder Klärgruben. Direkte Schäden sind gering, aber sie werden als sehr lästige Schädlinge empfunden.
Tausendfüßer und Hundertfüßer
Tausendfüßer beißen nicht, verströmen jedoch einen unangenehmen Geruch. Hundertfüßer können zubeißen und Schmerzen sowie Schwellungen verursachen. Während der Regenzeit dringen sie häufiger in Innenräume ein.
Wie hoch sind die üblichen Kosten für Schädlingsbekämpfung?
Die Kosten unterscheiden sich stark je nach Schädlingsart und Umfang der Bekämpfung.
| Schädlingsart | Übliche Kosten | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Kakerlaken | 10.000 bis 30.000 Yen | Abhängig von Fläche und Befallsstärke |
| Termiten | 100.000 bis 300.000 Yen | Abhängig vom Schadensumfang. Für das gesamte Gebäude können es auch über 500.000 Yen sein |
| Milben | 10.000 bis 50.000 Yen | Abhängig von der Raumgröße |
| Bienen/Wespen (Nestentfernung) | 10.000 bis 50.000 Yen | Die Entfernung von Hornissennestern ist tendenziell teurer |
| Ratten | 20.000 bis 100.000 Yen | Einschließlich Abdichtung der Zugangswege |
| Schmetterlingsmücken | 5.000 bis 20.000 Yen | Einschließlich Reinigung des Abflusses |
| Bettwanzen | 30.000 bis 150.000 Yen | Chemische Behandlung plus Hitzebehandlung |
Worauf sollte man bei der Auswahl eines Schädlingsbekämpfers achten?
Mehrere Angebote einholen
Holen Sie mindestens drei Angebote ein und vergleichen Sie Inhalt und Preis.Bei extrem günstigen Anbietern ist Vorsicht geboten, da später zusätzliche Kosten anfallen können.
Vorhandensein von Qualifikationen prüfen
Bei Dienstleistern mit Qualifikationen wie etwa „Leiter für Schädlingsbekämpfungsarbeiten“ kann man einen sachgerechten Einsatz von Mitteln und eine sichere Ausführung erwarten.
After-Sales-Betreuung
Es ist beruhigend, einen Dienstleister zu wählen, der eine Garantie bei erneutem Befall oder regelmäßige Inspektionsservices nach der Bekämpfung anbietet. Prüfen Sie die Garantiezeit, innerhalb derer im Fall eines erneuten Befalls kostenlos nachbehandelt wird.
Bewertungen und Erfahrung prüfen
Prüfen Sie Online-Bewertungen und bisherige Einsätze und wählen Sie einen verlässlichen Dienstleister. Lokal verankerte Anbieter reagieren oft schneller.
Wer trägt die Kosten der Schädlingsbekämpfung in einer Mietimmobilie?
Fälle, in denen der Vermieter zahlt
- Die Ursache liegt in einem baulichen Problem des Gebäudes (Lücken an Rohrleitungen, Risse in der Außenwand usw.)
- Eindringen aus Gemeinschaftsbereichen
- Schädlinge waren bereits vor dem Einzug vorhanden
Fälle, in denen der Mieter zahlt
- Verursacht durch unsaubere Nutzung durch den Mieter
- Vermehrung aufgrund mangelnder Reinigung über einen längeren Zeitraum
- Schädlinge hafteten an Gegenständen, die der Mieter eingebracht hat
Welche Präventionsmaßnahmen helfen gegen das Eindringen von Schädlingen?
- Abdichten von Spalten: Spalten an Abflüssen, um Klimaanlagenrohre und an Lüftern mit Dichtmasse oder Netzen verschließen
- Reinigung von Nassbereichen: Abflüsse und den Bereich unter der Spüle regelmäßig reinigen und keinen Müll ansammeln lassen
- Richtiger Umgang mit Müll: Küchenabfälle dicht verschließen und die Müllabfuhrtermine strikt einhalten
- Feuchtigkeit kontrollieren: Die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen mit Entfeuchtern und Lüftung senken
- Regelmäßige Inspektionen: Auch eine vorbeugende Behandlung durch einen Fachbetrieb etwa einmal pro Jahr ist wirksam
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q. Beeinträchtigen Schädlingsbekämpfungsmittel Haustiere oder Kinder?
Moderne Bekämpfungsmittel sind sicherer geworden, dennoch sollten Sie den Raum während der Arbeiten verlassen und anschließend gut lüften. Wenn Sie Haustiere haben, informieren Sie den Dienstleister vorab.
Q. Ist die Schädlingsbekämpfung mit einer Behandlung abgeschlossen?
Das hängt von der Schädlingsart und dem Ausmaß des Befalls ab. Bei Kakerlaken und Milben reicht häufig eine Behandlung, bei Termiten und Bettwanzen können jedoch mehrere Einsätze erforderlich sein.
Q. Gibt es Methoden zur Schädlingsbekämpfung, die ich selbst durchführen kann?
In manchen Fällen können handelsübliche Sprays oder aufstellbare Bekämpfungsmittel helfen. Bei starkem Befall oder gefährlichen Schädlingen wie Termiten oder Bienen und Wespen sollten Sie jedoch einen Profi beauftragen.
Q. Können Kosten für Schädlingsbekämpfung in der Steuererklärung als Aufwand geltend gemacht werden?
Wenn ein Vermieter die Kosten für die Bekämpfung in einer Mietimmobilie trägt, können diese als Aufwand bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung erfasst werden.