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Einfluss der Yen-Schwaechung auf japanische Immobilienpreise | Zufluss auslaendischer Investitionsgelder und Anstieg der Baukosten

Gruendliche Analyse des Einflusses der Yen-Schwaechung auf japanische Immobilienpreise. Erklaerung der Bewegungen auslaendischer Investoren, des starken Anstiegs der Baukosten und der Massnahmen zur Vermoegensabsicherung auf Datenbasis.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

In letzter Zeit führt ein rascher Wertverfall des Yen – „Yen-Schwächung" – zu komplexen Veränderungen auf dem Immobilienmarkt. Dieser Beitrag untersucht umfassend den aktuellen Stand und Hintergründe der Yen-Schwächung sowie deren Auswirkungen auf die Immobilienpreise aus den Perspektiven der Bewegungen ausländischer Investoren, Marktveränderungen, Anstieg der Baukosten und aus Sicht des Vermögensmanagements.

Warum schreitet die historische Yen-Schwächung voran?

Der Wertverfall des Yen ist hauptsächlich auf die Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen Japan und den USA zurückzuführen. Da die Bank of Japan trotz der rasanten Zinserhöhungen in den USA an ihrer Ultra-Niedrigzinspolitik festgehalten hat, befand sich der Yen in einer leicht verkaufbaren Situation. Zusätzlich hat der Dollar-Kauf/Yen-Verkauf bei Importen von Energie und Rohstoffen die Yen-Schwächung weiter beschleunigt.

Der Wechselkurs, der Anfang 2022 noch bei rund 110 Yen pro Dollar lag, fiel bis Oktober 2023 auf über 150 Yen pro Dollar – das schwächste Niveau seit etwa 30 Jahren.

Wie hat die Yen-Schwächung die japanischen Immobilieninvestitionen ausländischer Investoren verändert?

Die Yen-Schwächung hat japanische Immobilien für ausländische Investoren günstiger gemacht und ist zu einem Faktor der Belebung des Immobilienmarkts geworden.

Konkrete Zahlen zeigen:

  • Ausländische Investitionen in den japanischen Immobiliensektor im Jahr 2023: ca. 10,2 Mrd. USD
  • Ausländische Investitionen nur im ersten Halbjahr 2023: +45% gegenüber dem Vorjahr
  • Hotelinvestitionsvolumen 2023: ca. 500 Mrd. Yen, ein Anstieg von ca. 240% gegenüber dem Vorjahr, davon ca. 240 Mrd. Yen von ausländischen Investoren

Die Nachfrage ausländischer Investoren ist besonders stark bei Objekten in innerstädtischen Gebieten von Tokio und Osaka, und die Investitionen wohlhabender chinesischer Bürger in japanische Immobilien beschleunigen sich. Großangelegte ausländische Investitionsprojekte wie der Erwerb eines großen Komplexgebäudes im Stadtgebiet Tokio durch den US-Investmentfonds Blackstone folgen nacheinander.

Wie beeinflusst die Yen-Schwächung die inländischen Immobilienpreise?

Der Zufluss ausländischer Gelder wirkt als Preistreiber auf die japanischen Immobilienpreise insgesamt.

Die Durchschnittspreise für Neubauwohnungen im Innenstadtbereich von Tokio setzen neue Rekordstände, mit einem erheblichen Anstieg von +29% gegenüber dem Vorjahr im Jahr 2023. Auch bei Gewerbeimmobilien zeigen die Transaktionspreise für erstklassige Bürogebäude eine steigende Tendenz.

Auswirkungen auf die Investitionsrendite

Steigende Preise üben zwar Druck auf die Bruttorenditen aus, aber da Japans Kreditkosten sehr niedrig sind, ist der Einfluss begrenzt. Die Bruttomietrendite für Wohnimmobilien in wichtigen Städten liegt bei etwa 4%, die Hypothekenzinsen bei über 2% (variabel unter 1%), so dass der Spread zwischen Investitionsrendite und Aufnahmekosten weiterhin gut gesichert werden kann.

Für japanische Investoren stellt der Anstieg der anfänglichen Investitionskosten durch steigende Objektpreise jedoch eine Herausforderung dar. Einige Investoren schauen sich auch Objekte in Regionalstädten an oder erwägen eine Portfoliodiversifizierung einschließlich ausländischer Immobilien.

Wie wirken sich die gestiegenen Baukosten auf den Immobilienmarkt aus?

Die Yen-Schwächung hat auch auf der Angebotsseite erhebliche Auswirkungen. Da Japan einen hohen Anteil an Baumaterial wie Holz, Stahl und Ausrüstung aus dem Ausland importiert, sind die Einfuhrpreise für Baumaterial durch den schwachen Yen direkt gestiegen.

Zum Währungsfaktor kamen die Ukraine-Situation und der „Wood Shock" hinzu, was die Baukosten stark steigen ließ. Bei der Sanpuraza-Neuerschließung im Stadtbezirk Nakano, Tokio, stiegen die geschätzten Baukosten um etwa 90 Mrd. Yen gegenüber dem ursprünglichen Plan, was das Projekt verzögerte.

Der Anstieg der Baukosten spiegelt sich in den Verkaufspreisen von Neubauobjekten wider, was wiederum tendenziell zu einer Steigerung der Nachfrage und der Preise für gebrauchte Objekte führt. Für Eigentümer, die bereits Objekte besitzen, führt dies zwar zu einer Verbesserung der Rentabilität, ist aber auch ein Faktor, der den Gewinn von Entwicklern beeinträchtigt.

Immobilieninvestitionsstrategien und Vermögensschutzmaßnahmen in der Yen-Schwächungs-Ära

Immobilien sind Sachwerte und haben die Eigenschaft, dass sie auch in Zeiten der Inflation ihren Wert gut behalten können. Wenn die Realwertverluste bei Barmitteln und Einlagen durch den mit der Yen-Schwächung einhergehenden Preisanstieg zunehmen, sind Kapitalverlagerungen hin zu Immobilieninvestitionen und J-REITs wirksame Maßnahmen zum Vermögensschutz.

Da Immobilien Einkommensgewinne durch Mieten generieren, kann erwartet werden, dass die Mieteinnahmen in einem anhaltenden Inflationstrend langsam im Einklang mit den Preisen steigen, was zu einem Erhalt des realen Vermögenswerts führt.

Zukunftsaussichten

FaktorRisikoChance
GeldpolitikErhöhte Immobilienkreditbelastung bei steigenden ZinsenZufluss ausländischer Gelder bleibt bei anhaltend niedrigen Zinsen
WährungstrendRisiko einer starken Yen-ErholungInvestitionsgeldzufluss aufgrund günstiger Bewertungen bei anhaltender Yen-Schwächung
Inbound-TourismusRückgang von Touristen aufgrund geopolitischer RisikenRückenwind für Hotels und Gewerbeflächen bei steigenden Besuchern aus dem Ausland
DemographieRückgang der inländischen Nachfrage durch sinkende Geburtenrate und AlterungNachfrage in Innenstadtbereichen bleibt stabil

Einschließlich der Ausstiegsstrategie in Zeiten von Inflation und Baukostensteigen ist ein ordentliches Währungsrisikomanagement und eine angemessene Portfoliodiversifizierung für Investoren wichtig.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Wie lange wird die Yen-Schwächung voraussichtlich anhalten?

Der Marktkonsens besagt, dass die Yen-Schwächung möglicherweise einige Zeit anhalten wird, solange die Bank of Japan bei erheblichen Zinserhöhungen vorsichtig bleibt. Die Entwicklung der Wechselkurse ist jedoch mit Unsicherheiten verbunden.

F: Was sind die Vorteile des Kaufs japanischer Immobilien bei Yen-Schwächung?

Für ausländische Investoren gibt es einen Günstigkeitseffekt, und für inländische Investoren ist der Sachwert von Immobilien als Inflationsschutz attraktiv.

F: Wie wirken sich gestiegene Baukosten bei Yen-Schwächung auf Immobilieninvestitionen aus?

Da das Neuangebot gedrosselt wird, steigt der Wert bestehender Objekte relativ gesehen tendenziell. Allerdings werden die Gewinnmargen bei neuen Entwicklungen beeinträchtigt.

F: Sind Immobilien als Vermögensschutzmaßnahme in der Yen-Schwächungs-Ära wirksam?

Ja. Immobilien sind Sachwerte und inflationsresistent, und Mieteinnahmen tendieren dazu, im Einklang mit Preisen zu steigen, was sie zu wirksamen Absicherungsmitteln gegen den realen Wertverlust von Barmitteln und Einlagen macht.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte