Wer in einer Mietwohnung lebt, trocknet Wäsche häufig drinnen.
Frauen, die alleine leben, riskieren beim Trocknen auf dem Balkon Einbrüche oder Wäschediebstahl.
Darüber hinaus gibt es viele Situationen – etwa schlechtes Wetter – die das Innentrocknen notwendig machen.
Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Punkte beim Innentrocknen sowie die Auswahl geeigneter Indoor-Wäscheständer für Mietwohnungen.
Wann ist Innentrocknen erforderlich?
Es gibt verschiedene Situationen, in denen das Innentrocknen notwendig wird.
Zunächst wird vorgestellt, in welchen Fällen Innentrocknen erforderlich ist.
Wenn Balkon oder Terrasse bei Regen oder Schnee nicht nutzbar sind
Bei Regen, Schnee oder schlechtem Wetter, wenn Balkon oder Terrasse nicht genutzt werden können, ist Innentrocknen die natürliche Folge.
Nasse Wäsche durch Regen oder Schnee macht die aufwändige Wäsche zunichte.
Außerdem besteht die Gefahr, dass Wäsche vom Wind weggeweht wird, weshalb an wetterinstabilen Tagen Innentrocknen ratsam ist.
Wenn die Wäsche drinnen hängt, muss man sich keine Sorgen über plötzliche Wetteränderungen machen.
Das ist auch bei später Heimkehr beruhigend.
Bei störendem Pollen- oder Feinstaubflug
Manchmal wird Innentrocknen gewählt, weil Pollen oder Feinstaub als störend empfunden werden.
Pollenallergiker trocknen ihre Wäsche in pollenreichen Jahreszeiten wie Frühling oder Herbst oft drinnen.
Je nach Jahreszeit kommt auch Feinstaub heran.
Da Pollen und Feinstaub unsichtbar sind, bemerkt man nicht, wenn sie sich an der Kleidung ablagern.
Um zu verhindern, dass frisch gewaschene Kleidung wieder schmutzig wird oder Pollen ins Haus gebracht werden, empfiehlt sich je nach Jahreszeit das Innentrocknen.
Außerdem können auch Fahrzeugabgase Kleidung verschmutzen.
Lieblingskleidung sollte besonders beim Innentrocknen getrocknet werden.
Wenn UV-Strahlung Verfärbungen verhindern soll
Das Ausbleichen von Kleidung liegt nicht nur an häufigem Waschen.
Auch UV-Strahlung kann Verfärbungen verursachen.
Das bedeutet: Wer seine Lieblingskleidung lange tragen möchte, trocknet sie besser drinnen als draußen.
Zum Schutz vor Wäschediebstahl
Frauen, die alleine leben, wählen aus Sicherheitsgründen oft das Innentrocknen.
Bei langen Abwesenheiten oder Wohnungen im Erdgeschoss wird Wäsche drinnen getrocknet, um Diebstahl zu vermeiden.
Tatsächlich gibt es Fälle, in denen auf dem Balkon ausgehängte Damenwäsche gestohlen wurde.
Wäschediebstahl trifft zwar häufig das Erdgeschoss, aber es gibt auch Fälle, in denen mit Stangen oder ähnlichen Hilfsmitteln Wäsche aus höheren Stockwerken gestohlen wurde – ein Obergeschoss bietet also keine vollständige Sicherheit.
Um Diebstahl zu vermeiden, ist Innentrocknen statt Balkontrocknen ratsam.
Probleme beim Innentrocknen in Mietwohnungen
Innentrocknen schützt vor plötzlichen Wetterveränderungen und Diebstahl.
Allerdings bringt das Innentrocknen auch einige Probleme mit sich.
Im Folgenden werden die typischen Probleme beim Innentrocknen in Mietwohnungen vorgestellt.
Wenig Platz für die Wäsche in kleinen Wohnungen
Da Mietwohnungen oft nicht besonders groß sind, ist es schwierig, ausreichend Trockenplatz zu finden.
Besonders in 1-Zimmer- oder 1-Zimmer-mit-Küche-Wohnungen für Einzelpersonen wird das als schwierig empfunden.
Wenn drinnen getrocknet wird, schränkt das den Wohnraum ein.
Die Bewegungsfreiheit leidet, und im Wohnzimmer aufgehängte Wäsche lässt keine Einladung von Freunden zu.
Da auf begrenztem Raum getrocknet werden muss, trocknet die Wäsche auch schlechter.
Zu wenig Abstand zwischen den Wäschestücken und schlechter Luftzirkulation sind die Hauptgründe dafür.
Keine Möglichkeit, Haken oder Wäscheständer an Decke oder Wänden zu befestigen
In Mietwohnungen dürfen keine Haken oder Wäscheständer an Decke oder Wänden angebracht werden.
Beschädigungen an Wänden führen zu hohen Kosten für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands.
Mit Deckenhaken könnten Wäschestangen oder Seile angebracht werden, was ein effizienteres Trocknen ermöglichen würde.
In Mietwohnungen ist das jedoch nicht möglich, was das Innentrocknen erschwert.
Auch die Nutzung von Gardinenstangen als Ersatz ist möglich, aber die Luftzirkulation ist dann nicht gut, was zu halbfeuchter Wäsche führen kann.
Wäsche trocknet schlecht
In Mietwohnungen empfindet man beim Innentrocknen oft schlechte Trocknungsergebnisse.
Gründe für schlechtes Trocknen drinnen sind zu große Wäschemengen auf einmal, schlechte Belüftung und wenig Sonneneinstrahlung.
Außerdem besteht bei engem Raum mit dichthängender Wäsche oder vernachlässigter Belüftung eine hohe Wahrscheinlichkeit für schlechtes Trocknen.
Bei wenigen Stücken wie Unterwäsche oder Socken kann das ausbleibende Trocknen frustrierend sein.
Das lässt sich durch ausreichend Reservestücke lösen.
Wenn die Wäsche nicht trocknet, fehlt auch der Platz für die nächste Ladung.
Aus diesem Grund können sich durch schlechtes Trocknen weitere Probleme ergeben.
Unangenehmer Geruch
Beim Innentrocknen fällt unangenehmer Geruch leicht auf.
Ursachen für schlechten Wäschegeruch sind unvollständig entfernte Verschmutzungen sowie Schimmel und Keimbefall.
Wenn zu viel Wäsche für die Wassermenge in der Waschmaschine ist, werden Verunreinigungen nicht gründlich entfernt, was Geruchsbildung begünstigt.
Da unvollständige Reinigung auch beim Außentrocknen zu Geruch führen kann, sollte möglichst regelmäßig gewaschen werden.
Außerdem können sich bei ungereinigter Waschtrommel Schimmel und Keime bilden und an der Wäsche haften.
Diese Schimmel und Keime als Geruchsursache sind keine Seltenheit.
Manche verzweifeln daran, dass der Geruch trotz erneutem Waschen nicht verschwindet.
Wenn Nachwaschen nichts nützt, hat sich ein Keim-Schutzfilm gebildet, der den Schmutzgeruch schnell zurückbringt.
Gardinenleisten sollten nicht zum Trocknen genutzt werden
Wer in einer Mietwohnung platzmäßig keine Wäsche trocknen kann, nutzt manchmal die Gardinenleiste.
Wie oben erklärt, besteht dabei eine hohe Wahrscheinlichkeit für halbfeuchte Wäsche, weshalb dies nach Möglichkeit vermieden werden sollte.
Es gibt auch weitere Gründe, warum die Gardinenleiste nicht zum Wäschetrocknen geeignet ist.
Im Folgenden wird erklärt, warum man keine Wäsche auf der Gardinenleiste trocknen sollte.
Staub an der Wäsche
Wenn Wäsche auf der Gardinenleiste hängt, setzt sich leicht Staub an der Kleidung ab.
Der Grund ist, dass sich auf der Gardinenleiste selbst leicht Staub ansammelt.
Auch an Fensterglas, Gardinen und Fliegengittern sammelt sich Staub aus der Außenluft, was keine hygienische Situation darstellt.
Frisch gewaschene Kleidung wird so schnell wieder schmutzig; daher sollte das Trocknen auf der Gardinenleiste vermieden werden.
Mögliche Verformung oder Beschädigung der Gardinenleiste
Nasse Wäsche hat ein erhebliches Gewicht.
Bei mehreren hängenden Kleidungsstücken ist möglicherweise die Stabilität der Gardinenleiste nicht ausreichend.
Anfangs mag es problemlos funktionieren, aber mit der Zeit können Verformungen oder plötzliche Schäden auftreten.
Wenn die Gardinenleiste mit Schrauben in einem Holzfensterrahmen befestigt ist, können die Schraubenlöcher sich weiten und die Gardinenleiste insgesamt herausfallen.
In Mietwohnungen kann das zur Forderung nach Reparaturkosten führen; daher sollte ein schonender Umgang gepflegt werden.
Feuchtigkeit in den Gardinen
Wenn Wäsche auf der Gardinenleiste hängt, ist der Abstand zur Gardine gering.
Teile der Gardine kommen mit der nassen Wäsche in Berührung.
In jedem Fall nehmen die Gardinen Feuchtigkeit auf.
Angesammelte Feuchtigkeit kann Schimmelbildung verursachen.
Durch feuchtigkeitsdurchdrungene Gardinen trocknet die daneben hängende Wäsche noch schlechter.
Schimmelbildung an Gardinen beeinträchtigt das Erscheinungsbild und die Hygiene; daher sollte das Trocknen auf der Gardinenleiste vermieden werden.
Kondenswasser an den Fenstern
Kondenswasser an Fenstern ist ein Risiko nicht nur beim Trocknen auf der Gardinenleiste, sondern beim Innentrocknen generell.
Wenn Wäsche drinnen getrocknet wird, steigt zwangsläufig die Luftfeuchtigkeit im Raum.
Bei hoher Luftfeuchtigkeit bildet sich leicht Kondenswasser an den Fenstern.
Wenn Wassertropfen am Sockelleisten- oder Holzfensterrahmen ablaufen, entsteht Schimmel.
Geeignete Orte für das Innentrocknen
Wer Wäsche drinnen trocknet, sollte geeignete Orte kennen.
Im Folgenden wird vorgestellt, welche Bereiche sich gut zum Innentrocknen eignen.
Gut belüftete Räume
Zum Trocknen von Wäsche empfehlen sich größere Räume wie das Wohnzimmer.
Auch Flure, die als Luftzugbahn dienen, eignen sich gut.
Versuchen Sie, die Wäsche zu Zeiten aufzuhängen, wenn Wohnzimmer oder Flur nicht genutzt werden – etwa wenn man tagsüber auf der Arbeit ist oder schläft.
Mehr Platz verbessert die Luftzirkulation und beschleunigt das Trocknen.
Wenn in der Mietwohnung kein breiter Raum vorhanden ist, sollte die Wäsche möglichst hoch aufgehängt werden.
In Deckennähe ist die Luftzirkulation besser als in Bodennähe, was das Trocknen beschleunigt.
Badezimmer
Das Badezimmer ist strukturell besser zur Feuchtigkeitsableitung geeignet als andere Räume.
Daher empfiehlt es sich, Wäsche auch im Badezimmer zu trocknen.
Ein Fenster verbessert die Belüftung noch weiter; aber auch ohne Fenster ist dank Lüftungsanlage keine Einschränkung zu erwarten.
Da das Badezimmer von außen nicht einsehbar ist, bleibt das Trocknen der Wäsche sowie das Alleinsein von Frauen für Außenstehende unsichtbar – ein weiterer Vorteil.
Waschraum
Viele Mietwohnungen haben im Waschraum einen Stellplatz für die Waschmaschine.
Daher eignet sich auch der Waschraum gut zum Trocknen von Wäsche.
Wenn im Bereich Platz für Kleiderbügel vorhanden ist, sollte dieser genutzt werden.
Allerdings neigt dieser Bereich zur Feuchtigkeitsstauung, weshalb Fenster oder Tür geöffnet werden müssen.
Bei geöffnetem Fenster und Tür verbessert sich die Luftzirkulation, die Wäsche trocknet besser und unangenehme Gerüche sind weniger störend.
Wer keine Wäsche im Wohnzimmer aufhängen möchte, kann den Umkleideraum effektiv nutzen.
Methoden zum Innentrocknen in Mietwohnungen
Beim Innentrocknen in Mietwohnungen gibt es einige wichtige Punkte zu beachten.
Unter Berücksichtigung dieser Punkte werden empfehlenswerte Methoden zum Innentrocknen vorgestellt.
Indoor-Wäscheständer nutzen
Wer in einer Mietwohnung drinnen trocknen möchte, sollte einen Indoor-Wäscheständer nutzen.
Immer mehr Mietwohnungen sind mit Indoor-Wäscheständern ausgestattet.
Je nach Objekt gibt es Modelle, die an der Gardinenleiste befestigt sind, oder solche, die von der Decke hängen.
Da kein Neukauf erforderlich ist, empfiehlt sich die Wahl einer Mietwohnung mit vorhandenem Indoor-Wäscheständer.
Wenn keiner vorhanden ist, sind auch nachträglich installierbare Produkte erhältlich.
Da es einfach zu montierende und sicher nutzbare Modelle gibt, lohnt sich ein Kauf, wenn die Wohnung nicht damit ausgestattet ist.
Spannstangen als Trockenbereich einrichten
Eine weitere Methode ist die Nutzung von Spannstangen zum Trocknen.
Erker, Flure oder Badezimmer lassen sich damit effektiv nutzen.
Spannstangen gibt es in verschiedenen Längen; wählen Sie ein Modell, das zum gewünschten Bereich passt.
Zu beachten ist jedoch, dass die Traglast mit zunehmender Länge abnimmt.
Wer möglichst viel Wäsche trocknen möchte, sollte möglichst kurze Modelle wählen.
Modelle, die schwer herausfallen, sind ebenfalls empfehlenswert.
Fensterrahmen und Oberschwellen nutzen
Auch Fensterrahmen und Oberschwellen können als Trockenbereich genutzt werden.
Diese Rahmenvorsprünge ermöglichen das Einhängen spezieller Wäschehalter.
Diese sind kompakt, sitzen fest und erfordern keine Installationsarbeiten.
Damit können sie auch in Mietwohnungen problemlos verwendet werden.
Diese Methode eignet sich besonders dann, wenn Spannstangen oder freistehende Wäscheständer nicht möglich sind.
In eine Wohnung mit Wintergarten umziehen
Wer in der aktuellen Wohnung grundsätzlich Probleme mit dem Innentrocknen hat und diese lösen möchte, kann auch einen Umzug in eine Wohnung mit Wintergarten in Betracht ziehen.
Ein Umzug ist aufwändig und kostspielig, aber besser als dauerhafter Stress mit dem Innentrocknen.
Ein Wintergarten bietet verschiedene Vorteile.
Mit Wintergarten kann die Wäsche auch bei Regen getrocknet werden.
Da kein Trocknen im Wohnzimmer nötig ist, belegt die Wäsche keinen Wohnraum.
Außerdem hängt die Wäsche nicht direkt draußen wie auf dem Balkon, weshalb Pollen und Staub sich nicht ablagern.
Da der Wohnraum effektiv genutzt werden kann und Außenverschmutzungen kein Thema sind, gilt ein Umzug in eine Wohnung mit Wintergarten als gut für die psychische Gesundheit.
Allerdings gibt es auch Nachteile wie zu hohe Temperaturen im Sommer, zu niedrige im Winter und die Notwendigkeit regelmäßiger Glasreinigung; daher sollte man überlegen, was weniger stressig ist.
Bei kluger Nutzung kann ein Wintergarten jedoch viele Probleme des Innentrocknens lösen.
Typen von Indoor-Wäscheständern für Mietwohnungen
Es werden Typen von Indoor-Wäscheständern vorgestellt, die auch in Mietwohnungen verwendet werden können, ohne Wände zu beschädigen oder Löcher zu bohren.
Faltbarer Typ
Für Personen, die nicht täglich waschen oder den Ständer verstauen möchten, wenn er nicht genutzt wird, empfiehlt sich der „faltbare" Indoor-Wäscheständer.
Viele Modelle lassen sich auf etwa 10 cm Dicke zusammenfalten und kompakt verstauen, sodass sie auch in kleinen Lücken Platz finden und nicht viel Raum einnehmen.
Zudem sind viele Modelle leicht und leicht einzuklappen; wählen Sie je nach Ihren Bedürfnissen.
Ein weiterer Vorteil des faltbaren Typs ist die Flexibilität: An schönen Tagen auf dem Balkon, bei Regen drinnen – je nach Situation einsetzbar.
A- oder X-förmig ausziehbarer Typ
Der A- oder X-förmig ausziehbare Typ ist ein stehender Indoor-Wäscheständer.
Da Höhe und Breite frei einstellbar sind, kann er bei viel Wäsche breiter und bei wenig Wäsche schmaler eingestellt werden.
Beim Bodenständer kann es vorkommen, dass lange Wäschestücke wie Bettlaken, Kleider oder Hosen den Boden berühren.
Beim A- oder X-förmig ausziehbaren Typ kann die Breite verringert werden, um die Höhe zu erhöhen, sodass auch lange Wäschestücke den Boden nicht berühren.
Es gibt auch High-Type und Low-Type Varianten des A- oder X-förmig ausziehbaren Typs; wer häufig lange Wäschestücke trocknet, empfiehlt sich der höhere High-Type.
Spannstangen-Typ
Der Spannstangen-Typ ermöglicht durch Befestigung einer Spannstange im Fensterrahmen das Trocknen von Wäsche.
Da er im Fensterrahmen befestigt wird, kollidiert er kaum mit anderen Möbeln und ist wenig störend.
Da die Wäsche am Fenster hängt, trocknet sie bei gutem Sonnenlichteinfall schnell.
Außerdem gibt es beim Spannstangen-Typ auch Modelle, die zwischen Boden und Decke eingespannt werden.
Ähnlich wie die Fensterrahmenvariante nutzen sie den Wandbereich, was eine effektive Raumnutzung ermöglicht.
Dieser Typ empfiehlt sich für Personen, die den Raum möglichst groß nutzen und die Wäsche unauffällig trocknen möchten.
Schirmtyp
Der Schirmtyp ist ein kreisförmig ausklappbarer Indoor-Wäscheständer.
Modelle mit 2–3 Etagen sind verbreitet und ermöglichen das Trocknen vieler Handtücher und kleiner Gegenstände auf kleinem Raum.
Die meisten haben einen Durchmesser von unter 1 m und können daher auch auf kleinem Raum aufgestellt werden.
Drahttyp
Der Drahttyp besteht aus einer Halterung, in der ein Draht an der Wand untergebracht ist, sowie einem Haken, an dem der Draht befestigt wird.
Bei Nutzung wird der Draht herausgezogen und am gegenüberliegenden Haken befestigt; bei Nichtgebrauch wird er in der Halterung verstaut – sehr kompakt und praktisch.
Mit Wandregalbrettern für DIY-Zwecke kann er ohne direkte Wandbohrungen installiert werden, sodass er auch in Mietwohnungen problemlos nutzbar ist.
Auswahlkriterien für Indoor-Wäscheständer
Wie oben beschrieben, gibt es verschiedene Typen von Indoor-Wäscheständern.
Im Folgenden werden die Auswahlkriterien vorgestellt; Personen, die unsicher sind, können diese gerne als Orientierung nutzen.
Typ nach Raumaufteilung wählen
Wenn Sie unsicher sind, welchen Indoor-Wäscheständer Sie wählen sollen, überlegen Sie zunächst die Raumaufteilung Ihrer Wohnung.
Wenn ein gut besonntes Fenster im Raum vorhanden ist, empfiehlt sich der Spannstangen-Typ für die Fenstermontage.
Wenn Oberschwellen vorhanden sind, kann durch die Nutzung von Oberschwellen-Wäschehaltern der Platz effektiv genutzt werden.
Wenn im Umkleidebereich oben Platz vorhanden ist, kann durch Spannstangen Trockenraum geschaffen werden.
Wenn solche Möglichkeiten nicht vorhanden sind, wählen Sie einen faltbaren Bodenständer, Schirmtyp oder A- bzw. X-förmig ausziehbaren Typ.
Größe und Traglast an die Wäschemenge anpassen
Nasse Wäsche ist schwerer als trockene.
Bei Spannstangen, Fensterrahmen oder Oberschwellen ist es wichtig, die Traglast des Wäschezubehörs zu prüfen.
Überlastung kann zu Absturzgefahr führen; daher Vorsicht.
Nutzen Sie die Kapazität Ihrer Waschmaschine als Richtwert.
Die auf der Waschmaschine angegebene Kapazität gilt für trockene Wäsche.
Nasse Wäsche nach dem Waschen wiegt etwa das 1,5-fache der trockenen.
Da die durchschnittliche Tageswaschleistung pro Person etwa 1,5 kg beträgt, empfiehlt es sich, Personenanzahl und Waschfrequenz einzuberechnen und ein Modell mit passender Traglast für den eigenen Lebensstil zu wählen.
Nur weil man alleine lebt, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass ein kompaktes Modell für Einzelpersonen ausreicht.
Wer nicht täglich, sondern mehrere Tage Wäsche auf einmal wäscht, hat pro Durchgang mehr Wäsche und ein zu kleines Modell reicht möglicherweise nicht aus.
Bei der Wahl der Größe eines Indoor-Wäscheständers ist es wichtig, die Menge pro Waschgang zu berücksichtigen.
Funktionen prüfen
Bei der Wahl eines Indoor-Wäscheständers sollte auch die Funktionalität berücksichtigt werden: Lässt er sich bei Nichtgebrauch verstauen? Hat er Rollen für einfaches Verschieben? Wählen Sie ein Modell, das zum Lebensstil passt.
Zum Beispiel empfiehlt sich für Personen, die den Ständer nur bei Regen nutzen und die Wäsche seltener, dafür mehr auf einmal waschen, ein leicht verstaubares Modell.
Besonders der Drahttyp ist platzsparend und in der Halterung verstaubar, was auch für kleine Räume geeignet ist.
Modelle mit Rollen lassen sich leicht in sonnige oder gut belüftete Bereiche unter der Klimaanlage verschieben, was auch praktisch ist, wenn der Trockenort je nach Situation variiert werden soll.
Tipps zum schnellen Trocknen von Wäsche beim Innentrocknen
Selbst wenn ein Trockenbereich vorhanden ist, dauert das Trocknen drinnen länger als draußen und unangenehmer Geruch ist ein Problem, das viele stört.
Im Folgenden werden Tipps vorgestellt, wie Wäsche beim Innentrocknen möglichst schnell trocknen kann.
Auf Belüftung und Luftfeuchtigkeit achten
Der Schlüssel zum schnellen Trocknen und zur Geruchsvermeidung beim Innentrocknen ist eine gut belüftete Umgebung.
Fenster und Türen dauerhaft offen zu lassen, um Luftzirkulation zu erzeugen, wäre ideal, ist aber bei Regen oder Kälte schwierig.
In solchen Situationen sollten Luftentfeuchter oder Klimaanlagen genutzt werden, um die Luft nicht an einer Stelle stagnieren zu lassen.
Die zusätzliche Nutzung eines Raumlüfters verbessert die Luftzirkulation noch weiter und beschleunigt das Trocknen.
Zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum führt zu schwülem Klima und schlechtem Trocknen der Wäsche.
Da sie auch unangenehme Gerüche verursacht, sollte der „Entfeuchtungsmodus" von Klimaanlage oder Luftentfeuchter sinnvoll eingesetzt werden.
Abstand zwischen den Wäschestücken lassen
Wenn Wäsche auf engem Raum zusammengedrängt wird, trocknet sie nicht nur schlecht, sondern verursacht auch den typischen Innengeruch.
Wenn kein Trockenraum vorhanden ist, sollte in kleinen Mengen gewaschen werden und nicht alles auf einmal.
Außerdem gilt: Wer beim Innentrocknen geruchsfrei und effektiv trocknen möchte, sollte die Wäschestücke möglichst mit Abstand aufhängen, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.
Mindestens 10–15 cm Abstand zwischen den Wäschestücken ist empfehlenswert.
Beim Aufhängen hilft es, Handtücher versetzt zu hängen, nicht zufällig zu ordnen, sondern lange Stücke außen und kurze in der Mitte zu platzieren – das beschleunigt das Trocknen.
Zeitungspapier als Feuchtigkeitsabsorber verwenden
Zeitungspapier, das Feuchtigkeit besser aufnimmt als normales Papier, ist ein universelles Hilfsmittel, das auch als Entfeuchter eingesetzt werden kann.
Statt es flach auszubreiten, lässt es sich zusammenknüllen, um mehr Oberfläche zur Feuchtigkeitsaufnahme zu schaffen.
Außerdem erhöht das Aufhängen zwischen den Wäschestücken an Kleiderbügeln den Entfeuchtungseffekt und beschleunigt das Trocknen.
Feuchtes Zeitungspapier kann durch Sonnentrocknung wiederverwendet werden.
Da kein Strom benötigt wird und es umweltfreundlich ist, lohnt sich ein Versuch.
Geruchsbekämpfung beim Innentrocknen
Der unangenehme Geruch beim Innentrocknen lässt sich nicht nur durch schnelleres Trocknen bekämpfen.
Im Folgenden werden einfache Maßnahmen gegen den typischen Innengeruch vorgestellt.
Sauerstoffhaltiges Bleichmittel oder Spezialwaschmittel für Innentrocknen verwenden
Der unangenehme Geruch beim Innentrocknen entsteht durch die Vermehrung nicht vollständig entfernter Keime.
Bei störendem Innengeruch sollte ein spezielles Waschmittel für Innentrocknen verwendet werden.
Spezialwaschmittel für Innentrocknen enthalten mehr keimtötende und antibakterielle Wirkstoffe als normale Waschmittel und sind wirksam gegen geruchsverursachende Keime.
Auch sauerstoffhaltige Bleichmittel haben eine desinfizierende Wirkung gegen geruchsverursachende Keime.
Sie können zusammen mit Spezialwaschmittel verwendet werden; bei störendem Geruch empfiehlt sich auch das Einweichen der Wäsche in 40–60 Grad warmem Wasser mit sauerstoffhaltigem Bleichmittel vor dem Waschen, da dies die keimtötende Wirkung maximiert.
Wäsche nach dem Waschen sofort aufhängen
Wenn die Wäsche nach dem Waschen lange in der Maschine belassen wird, vermehren sich Keime.
Wäsche nach dem Waschen sofort herausnehmen und aufhängen.
Keine großen Wäschemengen auf einmal waschen
Beim Waschen neigt man dazu, alles auf einmal zu waschen, aber zu große Mengen auf einmal zu vermeiden ist ebenfalls eine Methode zur Geruchsvorbeugung.
Auch wenn es innerhalb der Kapazität liegt, verringert eine vollgestopfte Maschine den Bewegungsraum der Kleidung und erschwert die Schmutzentfernung.
Außerdem ist es nicht nur schwierig, Trockenraum zu finden; mehr Wäsche erhöht die Luftfeuchtigkeit im Raum und begünstigt unangenehmen Innengeruch.
Die Beladung der Waschmaschine sollte auf 80 % beschränkt werden.
Außerdem ist das Nutzen von Badewasserresten eine Einsparmöglichkeit, aber Badewasserreste enthalten viele unsichtbare Verunreinigungen und Keime.
Da Daten zeigen, dass die Keimzahl am nächsten Tag höher ist als direkt nach dem Baden, sollten Personen, die Innengeruch stört, auf Badewasserreste verzichten.
Mietwohnungen mit Badezimmertrockner als Alternative
Wer keine Wäsche im Wohnbereich trocknen möchte oder Schwierigkeiten mit dem Trockenraum hat, sollte Mietwohnungen mit Badezimmertrockner in Betracht ziehen.
Ein Badezimmertrockner ist ein im Badezimmer installiertes Gerät zum Trocknen des Bades und der Wäsche; es kombiniert Lüftung und Trocknung des Badezimmers mit Heizung und Kühlung und ermöglicht schnelles Trocknen der Wäsche auch bei Monsunzeiten oder im Winter, wenn Außentrocknen schwierig ist.
Da ein Badezimmertrockner Wäsche von einer Deckenöffnung direkt anbläst, entstehen in getrockneten Kleidungsstücken kaum Falten – ein weiterer Pluspunkt.
Außerdem: Wäsche nach dem Abendlichen Baden aufgehängt, trocknet bis zum Morgen, und das Badezimmer selbst trocknet ebenfalls, was der Schimmelprophylaxe dient.
Darüber hinaus entfällt das Trocknen im Wohnbereich, was mehr Wohnraum lässt; außerdem ist er nützlich für Wäsche wie Strickwaren oder Jeans, die im Schatten getrocknet werden muss.
Obwohl Strom- oder Gaskosten anfallen, ist ein Badezimmertrockner komfortabler als ein störender Luftentfeuchter oder Raumlüfter in der Wohnung, wenn man diese ohnehin nutzen würde.
Wer häufig drinnen trocknet oder sich über Innengeruch sorgt, sollte Mietwohnungen mit Badezimmertrockner in die Auswahl einbeziehen.
Allerdings ist ein regelmäßiges Filterreinigen beim Badezimmertrockner ein Muss.
Wer den typischen Aufwand und die Kosten eines Badezimmertrockners in Kauf nehmen kann, findet ihn sehr empfehlenswert.
Fazit
Dieser Artikel hat die Probleme beim Innentrocknen in Mietwohnungen, empfehlenswerte Typen von Wäscheständern sowie Auswahlkriterien und Tipps zum schnellen Trocknen erläutert.
In Mietwohnungen ist Innentrocknen auch aus Sicherheitsgründen ratsamer.
Dennoch sind der schwierige Trockenraum und unangenehme Innengerüche häufige Probleme.
Allerdings sind heutzutage verschiedene Indoor-Wäscheständer erhältlich – faltbare, Spannstangen-, Schirm- und andere Typen –, die auch in Mietwohnungen mit begrenztem Raum effektiv eingesetzt werden können.
Auch der bisher für Mietwohnungen schwer installierbare Drahttyp lässt sich mit DIY-Artikeln ohne Wandbohrungen montieren.
Welcher Wäscheständer am besten geeignet ist, hängt von der Raumaufteilung und der Wäschemenge ab; wählen Sie passend zu Ihrem Lebensstil.
Wenn ein Umzug geplant ist, lohnt sich auch die Suche nach Mietwohnungen mit Badezimmertrockner.